Griechenland plant '1-jähriges Inselvisum bei Ankunft' für die Türkei

Wie bekannt wurde, bereitet die Regierung in Athen eine 'Visum bei Ankunft'-Regelung für türkische Staatsbürger auf den Ägäis-Inseln mit einer Gültigkeitsdauer von einem Jahr vor. Laut Informationen der griechischen Presse soll das 'Visum bei Ankunft' auf den Inseln Rhodos, Lesbos, Samos, Chios, Kos, Leros und Kastelorizo gelten.

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Es wurde bekannt, dass Griechenland eine „Visum bei Ankunft“-Regelung für türkische Staatsbürger auf den Ägäis-Inseln mit einer Gültigkeitsdauer von einem Jahr vorbereitet. 

Dem Bericht von Hürriyet zufolge sind die Grundzüge dieses Vertragsentwurfs, über den nach dem Treffen des griechischen Ministers für Migration und Asyl, Dimitris Keridis, mit dem türkischen Innenminister Ali Yerlikaya Anfang der Woche in Ankara weiter verhandelt wird, an die griechische Presse durchgesickert.

Nach Angaben der Zeitung Kathimerini sieht der Entwurf des Abkommens mit dem Titel „Memorandum of Understanding“ für türkische Staatsbürger auf den Ägäis-Inseln Rhodos, Lesbos, Samos, Chios, Kos, Leros und Kastelorizo ein „Visum bei Ankunft“ mit einer Gültigkeitsdauer von einem Jahr vor.

Vor der COVID-19-Pandemie war die „Visum bei Ankunft“-Regelung auf den Inseln auf lediglich 15 Tage begrenzt.

"MODELL FÜR EUROPA"

Diese neue Visumerleichterung für türkische Staatsbürger auf den Inseln wird ein Modell bilden, um in Zukunft ganz Europa einzubeziehen“, schrieb Kathimerini und berichtete, dass Migrationsminister Keridis die Details des Abkommens kürzlich bei einem Treffen mit der für Inneres zuständigen EU-Kommissarin Ylva Johansson besprochen habe.

Kathimerini schrieb zudem, dass derselbe Vertragsentwurf zwei weitere Punkte enthalte: Ein Beamter der türkischen Küstenwache soll dauerhaft auf der Insel Lesbos stationiert werden, ein Beamter der griechischen Küstenwache in Izmir. Zudem sollen sich beide Länder verpflichten, bei der Bekämpfung illegaler Migration auf extremistische Rhetorik zu verzichten.