Griechenlands Ministerpräsident Mitsotakis zur Aufrüstung gegenüber der Türkei: 'Hätten wir unsere Probleme gelöst'
Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis erklärte, dass ein erheblicher Teil der Investitionen seines Landes zur Stärkung der Abschreckungskraft der Streitkräfte aufgrund der Probleme mit der Türkei getätigt werde.
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Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis sagte, dass ein wesentlicher Teil der Investitionen in die Aufrüstung aufgrund der Probleme mit der Türkei getätigt werde.
Auf einer Pressekonferenz im Rahmen der 88. Internationalen Messe von Thessaloniki beantwortete Mitsotakis Fragen von Journalisten. Zur Türkei erklärte er, er sei sich der Schwierigkeiten im Annäherungsprozess bewusst, bewerte die Lage jedoch mit einem realistischen Ansatz und konzentriere sich auf positive Entwicklungen.
Mitsotakis betonte, er sei sich bewusst, dass sich die Ansichten der Türkei zum "Blauen Vaterland" (Mavi Vatan) nicht geändert hätten, und argumentierte, dass dies die grundlegende Schwierigkeit bei der Festlegung der maritimen Zuständigkeitsbereiche in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer darstelle.
'WENN WIR DAVON AUSGEGANGEN WÄREN, DASS WIR UNSERE PROBLEME MIT DER TÜRKEI GELÖST HÄTTEN'
Der griechische Regierungschef sagte: "Wenn wir davon ausgegangen wären, dass wir unsere Probleme mit der Türkei für die nächsten Jahrzehnte gelöst hätten, bräuchten wir einen erheblichen Teil der Investitionen, die wir zur Stärkung der Abschreckungskraft unserer Streitkräfte tätigen, nicht." Mitsotakis wies darauf hin, dass man im Ukraine-Krieg gesehen habe, dass manchmal deutlich günstigere Waffensysteme wesentlich effizienter seien, und fügte hinzu: "Deshalb legen wir gemeinsam mit unserem Verteidigungsministerium Wert auf die Förderung der griechischen Eigeninnovation."
Mitsotakis erklärte, dass das Verteidigungsministerium und die Regierung den Schwerpunkt auf Innovationen im Bereich der Anti-Drohnen-Systeme legen wollten. Er merkte an, dass man die bestehenden Fregatten der griechischen Streitkräfte mit lokal produzierten Anti-Drohnen-Systemen ausstatten wolle, da dies bei einer entsprechenden Produktion wirtschaftlicher wäre. Mitsotakis drückte zudem aus, dass man in dieser Hinsicht auch auf die Unterstützung der Geschäftswelt hoffe.