Griechischer Außenminister: Wir erreichen ein Vertrauensniveau mit der Türkei

Der griechische Außenminister Giorgos Gerapetritis erklärte, dass man durch offene Kommunikationskanäle Schritt für Schritt ein ausreichendes Vertrauensniveau mit der Türkei erreicht habe.

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In einem Gespräch mit der in Griechenland erscheinenden Zeitung Kathimerini äußerte sich der griechische Außenminister Giorgos Gerapetritis zur aktuellen politischen Lage.

Gerapetritis merkte an, dass die beiden Länder im Annäherungsprozess der letzten 15 Monate durch offene Kommunikationskanäle Schritt für Schritt ein ausreichendes Vertrauensniveau erreicht hätten.

Gerapetritis erklärte, dass die Außenminister beider Länder von ihren Staats- und Regierungschefs den Auftrag erhalten hätten, die aktuellen Bedingungen für die Durchführung umfassender Gespräche zur Festlegung des Festlandsockels und der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) zu bewerten. In diesem Rahmen würden alle Themen bei dem für November geplanten Besuch des türkischen Außenministers Hakan Fidan in Athen erörtert werden.

Gerapetritis betonte, dass die Parteien versuchen würden, das derzeit gute Klima in den bilateralen Beziehungen auch dann aufrechtzuerhalten, wenn sie sich im Rahmen der Gespräche zur Festlegung der maritimen Zuständigkeitsbereiche nicht einigen sollten.

Der griechische Minister wies auf die Notwendigkeit hin, eine aktive Politik zur Lösung der Konsultationsgespräche zwischen den beiden Ländern zu verfolgen, und hielt fest:

"Wir streben nicht die 65. Runde der Sondierungsgespräche an. Nach 64 Runden in 21 Jahren haben wir mit der Türkei weder inhaltlich noch prozessual ein Verhandlungsniveau erreicht. Das Ergebnis war meist, dass wir am Ende der Runde an einem schlechteren Punkt standen als zu Beginn. Historisch gesehen hat sich gezeigt, dass Untätigkeit bei komplexen außenpolitischen Themen meist zu Schaden führt. Nur Handeln bringt nützliche Ergebnisse hervor."