Große Razzia bei der Istanbuler Goldraffinerie

Bei einer Razzia gegen die Istanbuler Goldraffinerie (İstanbul Altın Rafinerisi) wurde angeblich eine halbe Tonne Gold in einem Wohnhaus sichergestellt. Es wird behauptet, dass durch die Gründung von Scheinfirmen und gefälschte Exportdokumente staatliche Fördergelder erschlichen wurden. Der Unternehmensinhaber Özcan Halaç und 20 weitere Personen wurden festgenommen.

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Am 6. Oktober 2025 kamen im Zuge einer groß angelegten Operation gegen die İstanbul Altın Rafinerisi A.Ş. (İAR) schockierende Details ans Licht. Die Istanbuler Goldraffinerie, die auf Platz 5 der 500 größten Industrieunternehmen der Türkei rangiert, steht im Verdacht, durch die Erstellung gefälschter Dokumente unrechtmäßig staatliche Fördergelder erlangt zu haben.

EINE HALBE TONNE GOLD IM KELLER EINES HAUSES GEFUNDEN

Im Rahmen der Razzia soll im Keller eines zur Goldraffinerie gehörenden Hauses über eine halbe Tonne Gold gefunden worden sein. Der Unternehmensinhaber Özcan Halaç, die Geschäftsführerin Ayşen Esen sowie 20 weitere Personen, darunter der Mitarbeiter Erkam Halaç, wurden festgenommen. Es wird berichtet, dass das Unternehmen importiertes Gold als in der Türkei produziert deklarierte, um durch den vorgetäuschten Devisenerwerb staatliche Förderungen zu erhalten.

STAATLICHER SCHADEN DURCH GEFÄLSCHTE EXPORTDEKLARATIONEN

Den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft zufolge verursachte die Istanbuler Goldraffinerie durch gefälschte Exportdeklarationen im Wert von 543 Millionen US-Dollar einen staatlichen Schaden in Höhe von 12 Millionen US-Dollar. Halaç und seinem Team wird vorgeworfen, sich unrechtmäßig an den staatlichen Förderprogrammen bereichert zu haben.

BETRUG DURCH SCHEINFIRMEN

Dem Bericht von Timur Soykan zufolge soll Özcan Halaç den Betrug durch die Gründung von Scheinfirmen begangen haben. Die Staatsanwaltschaft gibt an, dass Halaç dieses Verbrechen über 17 verschiedene Scheinfirmen abwickelte. Zudem soll sogar der als Sicherheitsmitarbeiter im Unternehmen tätige Adnan Başpınar zur Gründung einer Firma gezwungen worden sein; über dieses unter dem Namen "BSPN Demir Çelik Ticaret A.Ş." gegründete Unternehmen sollen unrechtmäßige staatliche Fördergelder in Höhe von 12 Millionen 631 Tausend TL bezogen worden sein.

SICHERHEITSMITARBEITER ZUR FIRMENGRÜNDUNG GEZWUNGEN

Den Vorwürfen zufolge gründete der Sicherheitsmitarbeiter der Istanbuler Goldraffinerie, Adnan Başpınar, eine an das Unternehmen angebundene Firma und nahm über diese staatliche Unterstützung in Anspruch. Durch die Inanspruchnahme staatlicher Hilfen beging das Unternehmen einen schwerwiegenden finanziellen Betrug.