Großer Schlag der Stadtverwaltung Marmaris gegen SİNPAŞ-Projekt
Die Stadtverwaltung Marmaris hat insgesamt 58 Baugenehmigungen für das Projekt Kızılbük Resort Otel und Devremülk mit der Begründung aufgehoben, dass sie nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Bürgermeister Acar Ünlü kündigte an, dass man im Falle einer Abrissverfügung alle verfügbaren Mittel mobilisieren werde.
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Die Stadtverwaltung Marmaris hat insgesamt 58 Baugenehmigungen für das Projekt Kızılbük Resort Otel und Devremülk annulliert und damit den Umfang der rechtlichen und technischen Prüfungen des Projekts ausgeweitet. Bürgermeister Acar Ünlü erklärte auf einer Pressekonferenz, an der auch das Mitglied des CHP-Parteirats Baran Bozoğlu teilnahm: „Wir werden im Rahmen des rechtlichen Prozesses alles in unserer Macht Stehende tun, um die Natur von Marmaris zu schützen.“
WEITERE 25 GENEHMIGUNGEN WURDEN WIDERRUFEN
Nachdem die Stadtverwaltung Marmaris bereits vor wenigen Tagen 33 Genehmigungen für die ersten Phasen des Projekts annulliert hatte, wurden heute weitere 25 Baugenehmigungen für die 3. Phase widerrufen. Bürgermeister Ünlü betonte, dass bei technischen Untersuchungen festgestellt worden sei, dass die Bauunterlagen des Projekts nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprächen.
ABRISSVERFÜGUNG IM GESPRÄCH
Bürgermeister Ünlü gab bekannt, dass aufgrund rechtswidriger Praktiken bei dem Projekt ein Ermittlungsverfahren gegen die ehemalige Stadtverwaltung eingeleitet wurde und eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet werde. Ünlü erklärte, dass die Stadtverwaltung im Falle einer Abrissverfügung alle ihre Möglichkeiten ausschöpfen werde: „Wenn es notwendig ist, dieses Projekt, das Marmaris schadet, abzureißen, werde ich den ersten Spatenstich setzen.“
„EINE HISTORISCHE ENTSCHEIDUNG“
Das Mitglied des CHP-Parteirats, Baran Bozoğlu, erklärte, dass die getroffene Entscheidung ein Beispiel für die Urbanisierungspolitik der Türkei darstelle und sagte: „Dieser Schritt hat historischen Charakter im Hinblick auf den Schutz unserer Küsten und die Verteidigung des Rechts auf ein gesundes Lebensumfeld.“
Die Stadtverwaltung Marmaris hatte zuvor bereits eine Rekordgeldstrafe in Höhe von 1 Milliarde 781 Millionen TL gegen SİNPAŞ im Rahmen desselben Projekts verhängt. Mit den jüngsten Annullierungen der Baugenehmigungen wird erwartet, dass die Untersuchungen zu dem Projekt noch weiter vertieft werden.