Großmutter des Afro-Türken Efe Ercan reagiert auf „Agenten“-Vorwürfe: Das steckt hinter dem Foto

Handan Ercan, die Großmutter des 8-jährigen Efe Diallo Ercan, der nach einem Foto mit Ekrem İmamoğlu bei der 23.-April-Feier am Taksim-Platz rassistischen Angriffen ausgesetzt war, sprach mit dem Journalisten İsmail Saymaz. Ercan sagte: „Sie haben mich zur deutschen Agentin gemacht. Das ist doch unfassbar.“

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Handan Ercan, die Großmutter des 8-jährigen Efe Diallo Ercan, der bei der Feier zum 23. April, dem Tag der Nationalen Souveränität und des Kindes, am Taksim-Platz mit einer türkischen Flagge an der Seite des Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, stand und daraufhin rassistischen Angriffen ausgesetzt war, sprach mit dem Journalisten İsmail Saymaz.

„DEINE GROSSMUTTER SOLL DICH DORTHIN BRINGEN...“

Handan Ercan erklärte, dass ihr Enkel zu Ekrem İmamoğlu gehen wollte, als er ihn sah. Handan Ercan machte folgende Aussage:

„Efe ist ein autistisches Kind. Wir gehen an jedem Nationalfeiertag zum Taksim-Platz. Am 23. April sah Efe İmamoğlu. Ich konnte ihn nicht halten, er wollte zu ihm. İmamoğlu gab ein Zeichen, man solle ihn lassen. Ich brachte ihn hin. Ich sagte, dass er ein besonderes Kind sei. Er sagte: ‚Er kann neben mir stehen, das macht nichts.‘ İmamoğlu sagte zu Efe: ‚Heute Abend gibt es ein Konzert in Üsküdar, deine Großmutter soll dich dorthin bringen.‘ Das ist alles. Und dann hieß es: Was habe ich ihm wohl ins Ohr geflüstert... Sie haben mich zur deutschen Agentin gemacht. Das ist doch unfassbar.“

Efés Vater, Emre Ercan, erzählte, dass er seine Frau Safiatou Diallo vor 12 Jahren während seiner Arbeit in Guinea kennengelernt habe, sie geheiratet hätten und in die Türkei gezogen seien; seine Frau sei ebenfalls türkische Staatsbürgerin.

WAS WAR PASSIERT?

Nachdem das Foto von IBB-Bürgermeister Ekrem İmamoğlu mit dem 8-jährigen Efe bei der 23.-April-Feier am Taksim-Platz veröffentlicht wurde, kam es in den sozialen Medien zu zahlreichen rassistischen Angriffen.