Gülbin Tosun sagte 'verursachen Sie keinen Aufstand': Antwort des RTÜK-Vorsitzenden: 'Das steht ihr nicht zu'

Auch Nachrichtensprecherin Gülbin Tosun äußerte sich kritisch zum Gesetzesentwurf zur Änderung des Tierschutzgesetzes, der den Weg für die 'Euthanasie' von Straßenhunden ebnet. Auf Tosuns Worte: "Wir werden sie nicht töten lassen! Wissen Sie das, oder? Verursachen Sie keinen Aufstand, wie ihn die Weltgeschichte noch nicht gesehen hat", kam eine Antwort vom Vorsitzenden des RTÜK.

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Die NOW-Nachrichtensprecherin Gülbin Tosun äußerte ihren Unmut über ihren persönlichen Social-Media-Account und markierte in ihrem Beitrag den AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Erdoğan sowie dessen Ehefrau Emine Erdoğan.

Der Beitrag von Gülbin Tosun lautete wie folgt:

"Wir werden sie nicht töten lassen! Wissen Sie das, oder? Verursachen Sie keinen Aufstand, wie ihn die Weltgeschichte noch nicht gesehen hat @RTErdogan

Wir haben sie nicht mit Futter-Lobbys! gefüttert! Wenn es sein musste, haben wir zu Hause gekocht! Wir haben sie kastriert, geimpft, wir haben alles getan, was in unserer Macht stand! Auch zu Ihrer Information @EmineErdoğan"

Nach diesem Beitrag wurde Tosun von vielen Social-Media-Nutzern zur Zielscheibe.

RTÜK-VORSITZENDER: DAS STEHT IHR NICHT ZU

Der Vorsitzende des Rundfunk- und Fernseh-Oberrates (RTÜK), Ebubekir Şahin, nahm Tosun heute ebenfalls mit einem Beitrag auf seinem X-Account ins Visier und erklärte: 'Es steht einer Nachrichtensprecherin nicht zu, Staatsvertreter zu bedrohen'.

In seiner Erklärung argumentierte Şahin, dass es sich für Medienvertreter nicht schicke, auch außerhalb ihres Aufgabenbereichs in sozialen Medien Ansätze zu verfolgen, die die Öffentlichkeit negativ beeinflussen könnten.

Die Erklärung von Şahin lautet wie folgt:

"Unter Berücksichtigung universeller Pressewerte müssen Medienvertreter, die für die breite Öffentlichkeit senden, auch in ihrem Privatleben durch ihre Haltung und ihr Verhalten ein Vorbild sein.

Ansätze in sozialen Medien, die die Öffentlichkeit negativ beeinflussen oder Spannungen zwischen den Bürgern erzeugen könnten, schicken sich nicht für Pressevertreter, die im Namen der Öffentlichkeit arbeiten, auch wenn sie außerhalb ihres Aufgabenbereichs liegen.

Es ist unerlässlich, Aufstandsdrohungen gegen die mit der Mehrheit der Stimmen des Volkes gewählte Regierung oder unbewusste Ansätze, die unsere Bürger aufwiegeln könnten, zu vermeiden. Es steht einer Nachrichtensprecherin nicht zu, Staatsvertreter zu bedrohen."