Haftbefehl gegen 10 Personen bei Operation gegen CHP-geführte Kommunen: Vorwurf der 'PKK-Verbindungen'
Im Rahmen einer Ermittlung wegen des Verdachts auf Infiltrationsversuche der PKK/KCK in Kommunalverwaltungen wurden in Istanbul 10 Verdächtige dem Haftrichter vorgeführt. Es wird behauptet, dass die vollständig aus CHP-Gemeinderatsmitgliedern bestehende Gruppe unter dem Namen 'Städtischer Konsens' (Kent Uzlaşısı) Aktivitäten im Namen der Terrororganisation durchgeführt habe.
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Die Terrorermittlungsbehörde der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft hat im Rahmen der Ermittlungen gegen CHP-geführte Kommunen, die mit dem Ziel eingeleitet wurden, 'die Aktivitäten der PKK/KCK zur Infiltration von Großstadtverwaltungen aufzudecken', einen neuen Schritt unternommen. Die 10 im Zuge der Operation festgenommenen Verdächtigen wurden dem Friedensrichter mit dem Antrag auf Untersuchungshaft vorgeführt.
Es wurde festgehalten, dass die Verdächtigen in den Kommunen unter Titeln wie 'Mitglied des Arbeitsrates', 'Mitglied des Bezirksrates' und 'Mitglied des Frauenrates' tätig waren. Zudem wurde in der Anklageschrift behauptet, dass sie im Rahmen der Struktur des Demokratischen Kongresses der Völker (HDK) in Istanbul aktiv tätig seien.
Während das Gericht die Haftanträge prüft, wird erwartet, dass neue Details zu den Ermittlungen bekannt werden. Die CHP betonte in früheren Erklärungen, dass die Operation politisch motiviert sei und das Ziel habe, die Opposition 'einzuschüchtern'.
Das Mitglied des Justizausschusses der Großen Nationalversammlung der Türkei und Vorsitzende des Hohen Disziplinarausschusses der CHP, Turan Taşkın, unterstrich, dass sie Razzien in den frühen Morgenstunden nicht für richtig hielten, und äußerte sich wie folgt zur Operation:
'Eine Festnahme ist eine Maßnahme. Rechtsnormen dürfen nicht der Willkür unterliegen. Eine solche Razzia in den frühen Morgenstunden ist nicht korrekt.'
Taşkın fügte hinzu, dass die festgenommenen Kommunalbediensteten gefragt wurden, 'ob sie im Jahr 2022 Verbindungen zu den sogenannten HDK-Strukturen hatten'. Den Erklärungen von Taşkın zufolge wurden die CHP-Mitglieder, die sich seit 2 Tagen in Gewahrsam befinden, von der Staatsanwaltschaft zu möglichen Verbindungen zur PKK/PYD befragt.
WAS SIND DIE FUNKTIONEN DER FESTGENOMMENEN?
Unter den Festgenommenen befinden sich der stellvertretende Bürgermeister von Kartal, C.Y., der stellvertretende Bürgermeister von Ataşehir, L.G., das Gemeinderatsmitglied von Üsküdar, B.K., das Gemeinderatsmitglied von Sancartepe, E.G., das Gemeinderatsmitglied von Fatih, G.A., das Gemeinderatsmitglied von Tuzla, H.Ö., das Gemeinderatsmitglied der Adalar, N.A., das Gemeinderatsmitglied von Şişli, S.G., das Gemeinderatsmitglied von Beyoğlu, T.Ş., sowie I.P., bei dem eine Verbindung zur Gemeinde Beyoğlu festgestellt wurde.
Im Rahmen der Ermittlungen wird eine groß angelegte Operation durchgeführt, um die Struktur der Organisation innerhalb der Kommunen zu entlarven. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, die Bemühungen der Organisation zur Steigerung ihrer Wirksamkeit in Metropolen unter dem Namen 'Städtischer Konsens' unterstützt zu haben.
ERMITTLUNG ZUM 'STÄDTISCHEN KONSENS'
Die Terrorermittlungsbehörde der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft führte eine Operation mit dem Vorwurf durch, dass die PKK/KCK durch Infiltration von Kommunen Aktivitäten ausübe. Im Rahmen der Operation wurden am Dienstag, dem 11. Februar, 10 Personen festgenommen.
In der Erklärung der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft wurde angegeben, dass die Verdächtigen die Aktivitäten unterstützten, die die PKK/KCK unter dem Namen 'Städtischer Konsens' durchführe.
In der Erklärung hieß es:
'Die Formel des Städtischen Konsenses ist ein Organisationssystem, das über die DEM-Partei hinausgeht; es wurde festgestellt, dass insbesondere die Strukturen (DBP, HDK), die Arbeiten zur Organisation durchführen, die Institutionen sind, die die Basisorganisation der Organisation entwickeln und verwalten.'