Haftbefehl gegen Bürgermeister von Beykoz beantragt
Der Bürgermeister von Beykoz, Alaattin Köseler, wurde mit einem Haftantrag dem Gericht überstellt. Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte zudem Haftbefehle gegen 17 weitere Personen im Zusammenhang mit Köseler.
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Die Generalstaatsanwaltschaft von Beykoz beantragte gegen Köseler Haftbefehl wegen der Vorwürfe der 'Manipulation von Ausschreibungen' und 'Amtsmissbrauchs'. Neben Köseler wurden auch der Leiter des Büros des Bürgermeisters von Beykoz sowie 16 weitere Personen mit einem Haftantrag dem Gericht überstellt.
Köseler und die anderen Verdächtigen, die bei der Staatsanwaltschaft ihre Aussagen gemacht haben, werden heute dem Haftrichter vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft beantragte für 4 weitere Verdächtige die Freilassung unter Auflagen der richterlichen Kontrolle.
Köseler wurde am 27. Februar wegen der Vorwürfe der 'Manipulation von Ausschreibungen' und 'Amtsmissbrauchs' festgenommen. Insgesamt 21 Personen, darunter auch Köseler, wurden dem Justizgebäude überstellt. Die Operation führte zu verstärkten Sicherheitsvorkehrungen in Beykoz.
DER FESTNAHMEPROZESS VON KÖSELER
Im Rahmen der am 27. Februar um 04:00 Uhr morgens eingeleiteten Operation wurden Köseler und 20 weitere Personen festgenommen und zum Justizgebäude von Beykoz gebracht. Die Operation wurde auf Anweisung der Generalstaatsanwaltschaft von Beykoz durchgeführt.
Während des Festnahmeprozesses wurden vor dem Rathaus von Beykoz Barrieren durch Polizei- und Bereitschaftspolizeieinheiten errichtet. Die Sicherheitsmaßnahmen waren in der Region deutlich spürbar. Es wurde berichtet, dass die festgenommenen Personen zur Vernehmung zum Justizgebäude gebracht wurden.
İMAMOĞLU ZEIGT SICH EMPÖRT
Der Bürgermeister der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, reagierte empört auf die Festnahme des Bürgermeisters von Beykoz, Köseler. Bei einer Rede auf einer Vorwahlveranstaltung der CHP sagte İmamoğlu: 'Köseler wäre sofort gekommen, wenn er zur Aussage geladen worden wäre. Eine solche Operation ist nicht nachvollziehbar.' İmamoğlu äußerte zudem Zweifel am Ablauf der Festnahme.
İmamoğlu wies auf Zweifel an der Gültigkeit der Beweise hin und äußerte sich wie folgt zur Festnahme von Köseler:
''Letzte Woche kamen am späten Nachmittag Polizisten zum Rathaus von Beykoz. Sie hatten ein Dokument mit der Unterschrift eines Staatsanwalts dabei. Doch dieser Staatsanwalt wusste nicht einmal etwas von diesem Dokument. Leider war auch die Unterschrift gefälscht. Über den Barcode konnte nichts nachverfolgt werden. Als diese Angelegenheit ans Licht kam, war der Urheber des schlechten Plans offensichtlich sehr wütend und machte daraus eine persönliche Fehde. Als Ergebnis wurde um 04:00 Uhr morgens eine Razzia im Haus des Bürgermeisters durchgeführt. Das ist eine beschämende Situation.''
İmamoğlu erklärte, dass Köseler nach der Operation zur Polizeidienststelle in der Vatan Caddesi gebracht wurde, und fügte hinzu:
'Das sind keine normalen Vorgänge. Das sind beschämende Dinge, die wir in unserem Land nicht sehen wollen und die wir niemandem wünschen.'
Die Festnahmeoperation führte zu einer Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen in Beykoz. Polizei- und Bereitschaftspolizeieinheiten sicherten das Rathaus durch das Errichten von Barrieren. Die Entwicklungen in der Region lösten auch unter den Bürgern Unruhe aus.