Haftbefehl im Fall Mehmet Akif Ersoy aufgehoben

Im laufenden Prozess gegen Mehmet Akif Ersoy wurde eine Zwischenentscheidung getroffen. Für Ufuk Tetik wurde die Haftentlassung angeordnet.

12punto

Im ersten Prozess gegen die sogenannte 'Mehmet-Akif-Verbrecherorganisation', die im Zusammenhang mit Vorwürfen wie 'sexueller Gruppenverkehr' und 'Drogenhandel' stehen soll und deren Anführer der Journalist Mehmet Akif Ersoy sein soll, hat das Gericht die Fortdauer der Untersuchungshaft für Mehmet Akif Ersoy und Mustafa Manaz angeordnet, während Ufuk Tetik aus der Haft entlassen wurde.

In der Anklageschrift gegen den im Rahmen einer 'Drogenermittlung' inhaftierten Journalisten Mehmet Akif Ersoy und sieben weitere Verdächtige wurde für Ersoy eine Freiheitsstrafe von bis zu 286 Jahren und zwei Monaten gefordert. Ihm werden 'Gründung und Leitung einer kriminellen Vereinigung', elf Fälle von 'qualifiziertem sexuellen Übergriff', 'Handel mit oder Bereitstellung von Betäubungsmitteln' sowie 'Erleichterung des Drogenkonsums' vorgeworfen. Die erste Verhandlung des Prozesses, in dem der Journalist Mehmet Akif Ersoy als mutmaßlicher Anführer gilt, begann heute vor dem 19. Schwurgericht in Istanbul.

MEHMET AKİF ERSOY VOR GERICHT

Während zunächst beschlossen wurde, die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu führen, wurde später Medienvertretern der Zutritt zum Saal gestattet. Die inhaftierten und auf freiem Fuß befindlichen Angeklagten, darunter Mehmet Akif Ersoy, waren im Gerichtssaal anwesend, während einige Angeklagte per Videoschalte (SEGBİS) teilnahmen.

UNTERSUCHUNGSHAFT WIRD FORTGESETZT

Ersoy und die anderen Angeklagten äußerten sich den ganzen Tag über zu den Vorwürfen. Am Ende der Verhandlung verkündete das Gericht seine Entscheidung. Das Gericht ordnete die Fortdauer der Untersuchungshaft für Ersoy und Mustafa Manaz an. Für Ufuk Tetik wurde die Haftentlassung beschlossen. Die Verhandlung wurde auf den 9. Oktober vertagt.