Haftstrafe für ehemaligen MHP-Bürgermeister im Prozess um Bilge-Siedlung
Im Prozess um die Bilge-Siedlung in Osmaniye, die bei den Erdbeben mit Zentrum in Kahramanmaraş am 6. Februar 2023 für 105 Menschen zum Grab wurde, wurden sechs Angeklagte, darunter der ehemalige MHP-Bürgermeister von Osmaniye, Kadir Kara, zu Haftstrafen verurteilt.
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Im Prozess um die Bilge-Siedlung in Osmaniye, bei der bei den Erdbeben vom 6. Februar 2023 insgesamt 105 Menschen ums Leben kamen, ist ein Urteil gefallen. In dem Verfahren gegen acht Angeklagte verhängte das Gericht Haftstrafen gegen sechs Personen, darunter Kadir Kara, der ehemalige MHP-Bürgermeister von Osmaniye, der zum Zeitpunkt des Baus im Jahr 1995 als Leiter der Bauabteilung tätig war.
An der Verhandlung nahmen insgesamt acht Angeklagte, sowohl inhaftierte als auch nicht inhaftierte, sowie die Anwälte der Kläger und der Angeklagten teil.
Nach den Plädoyers verkündete das Gericht das Urteil und verurteilte den nicht inhaftierten Angeklagten und ehemaligen Bürgermeister von Osmaniye, Kadir Kara, zu 21 Jahren Haft.
Während Mustafa N. und Hülya İ. freigesprochen wurden, erhielten Mustafa İpek und Faruk Pilge jeweils 8 Jahre Haft, während Ayşe Sevinç Argun sowie die inhaftierten Angeklagten Ayhan Gedik und Haluk Koç zu jeweils 21 Jahren Haft verurteilt wurden.
Der Anwalt der Kläger, Koray Atmaca, erklärte, dass das Gericht den ehemaligen MHP-Bürgermeister von Osmaniye Kadir Kara, Sevinç Ayşe Argun, Ayhan Gedik und Haluk Koç wegen "bewusster fahrlässiger Verursachung des Todes und der Verletzung mehrerer Personen" zu 21 Jahren Haft sowie die Bauunternehmer Mustafa İpek und Faruk Pilge wegen "fahrlässiger Verursachung von Tod und Verletzung" zu 8 Jahren Haft verurteilt habe.
Anwalt Atmaca, der auch mitteilte, dass Haftbefehle gegen die Angeklagten erlassen wurden, sagte: "Das Strafmaß wird unsere Verluste nicht rückgängig machen, aber es ist ein kleiner Trost für diejenigen, die für Gerechtigkeit kämpfen und ihre Angehörigen bei dem Erdbeben verloren haben. Wir glauben, dass heute ein historisches Zeichen gesetzt wurde."