Haftstrafe für Kapitän nach Tod von Halit Yukay gefordert

Die Leiche von Halit Yukay, der auf dem Weg von Yalova nach Bozcaada verschwand, wurde nach 19 Tagen gefunden. Gegen den Kapitän des Schiffes, das mit seinem Boot kollidierte, wurde Anklage wegen „fahrlässiger Tötung“ erhoben.

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Halit Yukay, der am 4. August von Yalova aus in See stach, um nach Bozcaada zu fahren, wurde nach 19-tägigen Sucharbeiten am 23. August tot vor der Küste von Erdek in der Provinz Balıkesir aufgefunden. Während der Suche während seines Verschwindens wurde festgestellt, dass sein Boot zerstört und halb versunken war.

NAME DES SCHIFFES „AREL 7“ IN UNFALL VERWICKELT

Nach dem Unfall, der zum Tod von Yukay führte, wurde eine Untersuchung eingeleitet. Ersten Erkenntnissen zufolge kollidierte das Trockenfrachtschiff „Arel 7“ mit dem Boot von Halit Yukay. Die Küstenwache fand nach dem Unfall Schleifspuren am Bug des Schiffes. Kriminaltechnische Untersuchungen ergaben, dass diese Spuren mit Farbresten von Yukays Boot übereinstimmen. Diese Erkenntnisse wurden als Beweismittel in die Akte aufgenommen, die den Verdacht erhärten, dass das Schiff während des Unfalls mit dem Boot von Halit Yukay zusammengestoßen ist.

Nach dem Unfall wurden Momente von Überwachungskameras aufgezeichnet, in denen der Kapitän der „Arel 7“, Cemal Tokatlıoğlu, und seine Besatzung den Bug des Schiffes inspizierten. Die Aufnahmen, die am Morgen des 5. August gegen 04:00 Uhr nach dem Anlegen des Schiffes im Hafen von İzmit entstanden, wurden ebenfalls in die Akte aufgenommen und zeigen, wie Tokatlıoğlu zum Bug des Schiffes geht, um eine Untersuchung durchzuführen.

VERHAFTETER SCHIFFSKAPITÄN GAB AUSSAGE AB

Kapitän Cemal Tokatlıoğlu wurde wegen des Vorwurfs der „fahrlässigen Tötung“ infolge des Unfalls festgenommen. Nachdem er zunächst unter gerichtlicher Aufsicht freigelassen worden war, wurde Tokatlıoğlu auf Einspruch der Generalstaatsanwaltschaft Yalova in Istanbul erneut festgenommen und inhaftiert. In seiner Aussage gab Tokatlıoğlu an, dass sich das Schiff während des Unfalls im Autopilot-Modus befunden habe und sich der Ausguck sowie sein Assistent in der Mittagspause befunden hätten.

Vom Konsolengerät, das die Navigationsdaten auf dem Boot von Halit Yukay aufzeichnete, konnten bisher keine Ergebnisse erzielt werden. Das Gerät wurde für eine detailliertere Analyse ins Ausland geschickt. Es wird erwartet, dass diese Daten weitere Informationen über den Unfall liefern.

YUKAYS LEICHNAM GEBORGEN UND BEIGESETZT

Der Leichnam von Halit Yukay wurde von den Schiffen TCG Işın und TCG Alemdar der türkischen Marine aus dem Meer geborgen. Anschließend wurde der Leichnam nach Istanbul überführt und dort beigesetzt.

VERHAFTUNG UND HAFTSTRAFE GEFORDERT

Die Generalstaatsanwaltschaft Yalova hat die Ermittlungen gegen Cemal Tokatlıoğlu abgeschlossen und eine Freiheitsstrafe zwischen 3 und 9 Jahren wegen „fahrlässiger Tötung“ sowie „Verletzung der Hilfeleistungs- und Meldepflicht“ gefordert. Die Anklageschrift wurde beim Amtsgericht Erdek eingereicht. Nach 100-tägigen Prüfungen wurde die Anklage zugelassen; der Prozessbeginn wird in den kommenden Tagen erwartet.