Haftstrafe für Mehmet Emin Korkmaz wegen Kleidungskommentaren über Mihalgazi-Bürgermeisterin Akgün gefordert: Er hatte behauptet, sein Account sei gehackt worden
Gegen Mehmet Emin Korkmaz, der in Eskişehir festgenommen wurde, weil er die Bürgermeisterin von Mihalgazi, Zeynep Güneş Akgün, aufgrund ihrer Kleidung in sozialen Medien angegriffen haben soll, wurde Anklage mit einer Forderung von bis zu 5 Jahren Haft erhoben.
12punto
Die Bürgermeisterin von Mihalgazi, Zeynep Güneş Akgün, besuchte den in die Stadt berufenen Gouverneur von Eskişehir, Erdinç Yılmaz. Fotos von diesem Besuch wurden in den sozialen Medien geteilt. Mehmet Emin Korkmaz veröffentlichte daraufhin Kommentare in den sozialen Medien, die sich gegen die traditionelle Kleidung von Akgün richteten. Die Generalstaatsanwaltschaft von Eskişehir leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren gegen Korkmaz wegen des Vorwurfs der „Aufstachelung des Volkes zu Hass und Feindseligkeit“ ein und ordnete seine Festnahme an. Korkmaz, der in Erzurum festgenommen wurde, wurde vom Strafgericht erster Instanz in Eskişehir, zu dem er per SEGBİS-Videoschalte zugeschaltet wurde, in Untersuchungshaft genommen.
Die Generalstaatsanwaltschaft von Eskişehir hat die Ermittlungen gegen den inhaftierten Angeklagten Mehmet Emin Korkmaz abgeschlossen und Anklage beim Amtsgericht erhoben. In der vom Gericht angenommenen Anklageschrift wird für Mehmet Emin Korkmaz, der die Bürgermeisterin von Mihalgazi, Zeynep Güneş Akgün, aufgrund ihrer traditionellen Kleidung angegriffen hatte, eine Freiheitsstrafe von 3 Monaten bis zu 2 Jahren wegen „Beleidigung eines Amtsträgers aufgrund seiner Tätigkeit“ sowie eine Freiheitsstrafe von 1 bis 3 Jahren wegen „Aufstachelung des Volkes zu Hass und Feindseligkeit oder Herabwürdigung“ gefordert.
KORKMAZ' VERTEIDIGUNG: „MEIN ACCOUNT WURDE GEHACKT“
In der Anklageschrift wird zudem darauf hingewiesen, dass Mehmet Emin Korkmaz, für den insgesamt bis zu 5 Jahre Haft gefordert werden, behauptet hatte, sein Account sei am Tag der Veröffentlichung gehackt worden und der Beitrag stamme nicht von ihm. Die Untersuchung durch die Abteilung für Cyberkriminalität der Polizeidirektion Eskişehir ergab jedoch, dass der Beitrag von Mehmet Emin Korkmaz über den Browser seines eigenen Mobiltelefons verfasst wurde.
Darüber hinaus wurde bekannt, dass Mehmet Emin Korkmaz vom 3. Amtsgericht in Erzurum wegen „Beleidigung des Präsidenten“ zu einer Freiheitsstrafe von 11 Monaten und 20 Tagen verurteilt wurde, wobei die Urteilsverkündung ausgesetzt wurde.