Haftstrafen für diese Straftaten im 11. Justizpaket geplant
Das 11. Justizpaket, das den Kampf gegen digitale Kriminalität zum Ziel hat, sieht vorläufige Sperren für Bank- und Kryptokonten, harte Strafen für gefälschte IBAN-Transaktionen sowie eine Begrenzung auf drei SIM-Karten pro Person vor.
12punto
Das 11. Justizpaket, dessen Vorbereitungen durch die AKP und das Justizministerium fortgesetzt werden, enthält umfassende Regelungen gegen die im digitalen Zeitalter zunehmenden Straftaten. Die für die kommende Woche geplante Vorlage im türkischen Parlament (TBMM) führt neue Straftatbestände und Strafen für Betrug per Telefon und Internet, die Nutzung gefälschter IBANs, den Missbrauch von Krypto-Vermögenskonten sowie Betrugsmethoden mit mehreren SIM-Karten ein.
SOFORTIGE EINGRIFFE BEI BANK- UND KRYPTOKONTEN
Wie Yücel Kayaoğlu von der Zeitung Türkiye berichtet, sollen Personen, die Bank- oder Kreditkartendaten, Zahlungsmittel oder Kryptokonten anderer zu ihrem eigenen Vorteil oder zum Vorteil Dritter nutzen, mit Freiheitsstrafen zwischen einem und drei Jahren belegt werden. Zudem können in Fällen von Betrugsverdacht sowohl Bank- als auch Kryptokonten für bis zu drei Tage vorläufig gesperrt werden. Staatsanwälten soll die Befugnis eingeräumt werden, solche Konten sofort zu beschlagnahmen.
EINSCHRÄNKUNGEN BEI SIM-KARTEN-MISSBRAUCH
Mit dem Paket soll der Betrug durch die Nutzung mehrerer SIM-Karten unterbunden werden. In diesem Rahmen kann eine Person künftig maximal drei Mobilfunkanschlüsse auf ihren Namen registrieren lassen. Darüber hinaus dürfen Betreiber keine Abonnementverträge mehr mit Dokumenten abschließen, die keine elektronische Identitätsprüfung enthalten. Für Geräte, die über dem von der BTK festgelegten Limit liegen, werden keine elektronischen Kommunikationsdienste mehr bereitgestellt.