Hakan Atilla deutet im Halkbank-Prozess auf Israel hin

Hakan Atilla, der in den USA 28 Monate in Haft saß, wies in einer Stellungnahme nach der Einigung im Halkbank-Prozess auf den Einfluss Israels auf den Prozess hin.

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Im Zusammenhang mit dem in den USA gegen die Halkbank angestrengten Verfahren, das seit langem für Spannungen in den türkisch-amerikanischen Beziehungen sorgte, gab es in den vergangenen Tagen eine wichtige Entwicklung. In einer offiziellen Erklärung des US-Justizministeriums wurde bekannt gegeben, dass mit der Halkbank ein „Abkommen zur Aussetzung der Strafverfolgung“ (Deferred Prosecution Agreement - DPA) unterzeichnet wurde.

Mit dieser Vereinbarung wurde mitgeteilt, dass im Rahmen des am 15. Oktober 2019 eröffneten Verfahrens eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft des südlichen Bezirks von New York erzielt wurde. Während die Parteien keine detaillierten Informationen teilten, wird die Einigung als ein Schritt bewertet, der eine neue Ära in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern einläuten könnte.

Hakan Atilla, der ehemalige stellvertretende Generaldirektor, der im Halkbank-Prozess vor US-Gerichten 28 Monate im Gefängnis verbrachte, äußerte sich nach der Einigungsentscheidung bemerkenswert. Atilla erklärte gegenüber Patronlar Dünyası folgendes:

„Soweit ich das verstehe, haben sich die Außenministerien beider Länder an einem Punkt in bestimmten Fragen geeinigt. Wir kennen die Details nicht, in wessen Interesse das liegt. Ich denke, dass Israel ebenfalls einen Anteil an der Einigungsentscheidung hat. Denn wie alle am Prozess beteiligten Parteien sehr deutlich sehen können, sind an jeder Stelle des Prozesses die Fingerabdrücke Israels zu finden.“

Atilla betonte, dass die Einmischung Israels von Beginn des Verfahrens an sichtbar gewesen sei, und sagte: „Sie waren am Anfang dabei, und sie waren auch am Ende dabei.“

WAS WAR GESCHEHEN?

In dem in den USA gegen die Halkbank angestrengten Verfahren wurde der Vorwurf erhoben, Sanktionen gegen den Iran umgangen zu haben; gegen den ehemaligen stellvertretenden Generaldirektor der Bank, Hakan Atilla, wurde ein Prozess mit einer Forderung von bis zu 105 Jahren Haft geführt. Das Gericht verurteilte Atilla zu einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten am unteren Ende des Strafmaßes; Atilla wurde am 19. Juli 2019 nach 28 Monaten Haft aus dem Gefängnis entlassen.