Hakan Fidan traf sich mit seinem iranischen Amtskollegen Araktschi: 'Diplomatischer Verkehr intensiviert'
Beim Gespräch zwischen Hakan Fidan und Abbas Araktschi wurden die Spannungen zwischen dem Iran und Israel sowie die Kontakte zwischen Teheran und Washington erörtert.
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Außenminister Hakan Fidan führte ein kritisches Telefonat mit dem iranischen Außenminister Abbas Araktschi. Im Schatten der eskalierenden Atmosphäre heißer Konflikte in der Region wurden die jüngsten Raketenspannungen zwischen dem Iran und Israel sowie der aktuelle Stand der Hintertür-Diplomatie zwischen Teheran und Washington erörtert.
Nachdem die Spannungen im Nahen Osten trotz Waffenstillstandsbeschlüssen erneut ihren Höhepunkt erreicht haben, wurden die diplomatischen Kanäle zwischen Ankara und Teheran schnell aktiviert. Nach Informationen aus Kreisen des Außenministeriums tauschte Minister Fidan bei seinem Gespräch mit seinem iranischen Amtskollegen Araktschi kritische Botschaften zur Wahrung der regionalen Stabilität und zur Verhinderung einer Ausbreitung des Chaos aus.
ZWEI HAUPTHEMEN BEI DEM KRITISCHEN GESPRÄCH
Ministeriumskreise berichteten, dass bei dem Telefonverkehr zwei strategische Themen im Vordergrund standen:
Heiße Spannungen und Raketenkrise: Die Dimensionen der Krise, die durch die Angriffe Israels auf den Libanon trotz Waffenstillstands und die darauf folgende Raketenvergeltung des Irans in der vergangenen Nacht eskaliert sind, wurden erörtert.
Linie Teheran-Washington: Die jüngsten Entwicklungen und die diplomatische Lage bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA, die seit einiger Zeit andauern und die regionalen Gleichgewichte direkt beeinflussen, wurden bewertet.
Die Kette von Ereignissen, die die Region erneut an den Rand eines umfassenden Krieges brachte, begann mit einem Luftangriff der israelischen Armee auf das Viertel Dahiye in der libanesischen Hauptstadt Beirut trotz des Waffenstillstands. Die Regierung in Teheran reagierte scharf auf den Angriff und beschloss in Windeseile Vergeltungsmaßnahmen.
Die iranische Armee und die Revolutionsgarden gaben bekannt, dass der Luftwaffenstützpunkt Ramat David, der als Kommando- und Ausgangszentrum für die israelischen Luftangriffe auf den Libanon identifiziert wurde, direkt mit ballistischen Raketen angegriffen wurde.
Nach den intensiven Raketenangriffen, die der Iran mit der Erklärung "Das Versprechen wurde erfüllt" ankündigte, heulten in ganz Israel die Sirenen und die Luftverteidigungssysteme wurden aktiviert. Mit der Entscheidung der israelischen Armee, ebenfalls einige Punkte im Iran, darunter petrochemische Anlagen, ins Visier zu nehmen, haben die Konflikte in der Region eine neue Dimension erreicht.