Hakan Fidan warnt vor 'fragilem Friedensprozess' in Gaza: 'Neigt dazu, kurzlebig zu sein...'
Bei seiner Rede auf dem G20-Außenministertreffen wies Fidan auf die fragilen Friedensprozesse in Syrien und Gaza hin. Fidan betonte, dass ein dauerhafter Frieden durch wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand gestützt werden müsse.
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Außenminister Hakan Fidan hielt eine Rede auf dem G20-Außenministertreffen in Johannesburg, Südafrika. Fidan erklärte, dass Schritte mit erneuter Entschlossenheit unternommen werden müssten, um die Flexibilität und Relevanz der G20 zu bewahren, und betonte die Notwendigkeit eines inklusiveren globalen Governance-Systems zur Wahrung des internationalen Friedens und der Sicherheit. Fidan forderte, dass aufstrebende Volkswirtschaften und regionale Akteure stärker in Entscheidungsprozesse einbezogen werden sollten.
Fidan betonte, dass die G20 weiterhin das wichtigste Forum für internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit bleiben müsse, und äußerte sich wie folgt:
''Frieden kann nicht dauerhaft sein, wenn er nicht durch wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand gestützt wird. In Syrien, in Gaza und in vielen anderen Regionen der Welt ist der Frieden äußerst fragil. Solange wir keine echten Perspektiven für wirtschaftliche Erholung und Entwicklungsinitiativen in diesen Regionen bieten, neigen diese dazu, kurzlebig zu sein.''
Fidan ging auch auf die Bedeutung der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der G20 und regionalen Organisationen wie der Organisation für Islamische Zusammenarbeit, der ASEAN und der Afrikanischen Union ein. Der Außenminister wies darauf hin, dass die Konnektivität insbesondere in Zentralasien, im Kaukasus und im Nahen Osten durch regionale Wirtschaftskorridore gefördert werden müsse. Er betonte, dass der Transkaspische Mittlere Korridor und das Projekt des Entwicklungswegs wichtige Beispiele für diese Vision seien.
AUFRUF ZUR GLOBALEN ZUSAMMENARBEIT
Fidan unterstrich, dass bei der Bewältigung von Migrations- und Flüchtlingskrisen eine faire Lastenteilung gefördert werden müsse, und plädierte dafür, Länder, die Flüchtlinge aufnehmen, mit nachhaltigen Rahmenbedingungen zu unterstützen. Fidan wies darauf hin, dass eine bessere Koordinierung bei den globalen Bemühungen zur Bewältigung von Ernährungssicherheit, Inflation und Unterbrechungen der Lieferketten erforderlich sei.
Fidan erinnerte daran, dass Friedensprozesse insbesondere in fragilen Regionen durch wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand unterstützt werden müssten, und erklärte:
''Die G20 kann bei der Gestaltung einer stabileren globalen Ordnung effektiver sein, indem sie den Zusammenhang zwischen Geoökonomie und Geopolitik erkennt. Wir können Kanäle der Wirtschaftsdiplomatie nutzen, um Brücken zwischen geopolitischen Spaltungen zu bauen und diese zu überwinden. In diesem Zusammenhang sollte die Rolle der G20 als geökonomischer Stabilisator gestärkt werden. Als Türkei sind wir bereit, zu dieser Vision beizutragen.''