Hakan Fidan: 'Wir wollen in Syrien nicht mit Israel aneinandergeraten!'
Außenminister Hakan Fidan erklärte in einem Interview mit Reuters, dass die Schritte Israels in Syrien den Weg für künftige Instabilität ebneten. Fidan fügte hinzu, dass man keinen Angriff der USA auf den Iran wünsche.
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Außenminister Hakan Fidan gab der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des NATO-Außenministertreffens in Brüssel ein Interview.
Fidan betonte, dass die Türkei in Syrien nicht mit Israel aneinandergeraten wolle, und merkte an, dass die Schritte Israels in Syrien den Weg für künftige Instabilität ebneten.
Fidan unterstrich, dass es die Entscheidung der neuen Regierung in Damaskus sei, falls diese "bestimmte Abkommen" mit Israel anstrebe, und wies darauf hin, dass Israel ebenso wie die Türkei ein Nachbar Syriens sei.
Auf die Frage nach den Drohungen von US-Präsident Trump gegenüber dem Iran erklärte Minister Fidan, dass Diplomatie zur Lösung des Konflikts zwischen den beiden Ländern notwendig sei und man keinen Angriff auf den Iran wünsche.
'S-400-SANKTIONEN MÜSSEN KORRIGIERT WERDEN'
Außenminister Hakan Fidan ging in seinem Interview mit Reuters auch auf den Russland-Ukraine-Krieg und die Sanktionen ein.
"Russland und die Ukraine sind derzeit noch ein Stück von einem Friedensabkommen entfernt", sagte Fidan. "Wir begrüßen die Bemühungen der USA, den Ukraine-Krieg zu beenden, aber eine Einigung ist nicht einfach. Es ist für die Parteien äußerst schwierig, ein Friedensabkommen zu akzeptieren, aber es ist besser als weiteres Sterben", sagte er.
Andererseits betonte Minister Fidan, dass die Sanktionen, die die USA aufgrund der russischen Raketen gegen die Türkei verhängt haben, eine "Anomalie" seien, die korrigiert werden müsse. "Um einen erneuten Kriegsausbruch zu verhindern, ist ein Abschreckungsfaktor notwendig", sagte er. Er äußerte die Erwartung, dass US-Präsident Donald Trump eine Lösung für die Sanktionen finden könne, die die USA wegen der russischen Raketen gegen die Türkei verhängt haben.