Hamas-Chef Haniyya beschuldigt Netanjahu, einen Waffenstillstand zu blockieren
Der Vorsitzende des Hamas-Politbüros, Ismail Haniyya, erklärte, der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu lege Hindernisse für eine Einigung auf einen Waffenstillstand und einen Gefangenenaustausch im Gazastreifen in den Weg.
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Der politische Hamas-Führer Ismail Haniyya beschuldigt den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, eine Waffenstillstandsvereinbarung zu blockieren.
In einer schriftlichen Erklärung der Hamas wurde mitgeteilt, dass Haniyya nach dem Angriff der israelischen Armee auf das Gebiet Al-Mawasi in der Stadt Chan Yunis – einem Ort, an den geflüchtete Palästinenser im Gazastreifen ausgewichen waren und der als „Sicherheitszone“ ausgewiesen worden war – Kontakte zu Vermittlern und einigen Ländern der Region aufgenommen habe.
Bei dem Angriff der israelischen Armee auf das Gebiet Al-Mawasi am gestrigen Tag wurden mindestens 90 Menschen getötet und 300 weitere verletzt.
In der Erklärung, in der es heißt, die Hamas habe auf den jüngsten Vorschlag zur Beendigung der Angriffe auf Gaza positiv und verantwortungsbewusst reagiert, wurden die folgenden Äußerungen von Haniyya zitiert:
„Die Haltung, die Israel durch Netanjahu an den Tag legt, stellt jedoch Schritte dar, die den Abschluss eines Abkommens verhindern, einschließlich medialer Äußerungen, die neue Bedingungen und Punkte enthalten, die nicht im ausgehandelten Dokument enthalten waren. Dies steht auch im Zusammenhang mit den abscheulichen Massakern, die Israel in verschiedenen Teilen Gazas verübt. Mit diesen Schritten blockiert Netanjahu das Abkommen über einen Waffenstillstand und einen Gefangenenaustausch.“
In der Erklärung wurde zudem an die Vermittler in Ägypten und Katar appelliert, bei der US-Regierung und anderen Akteuren das Notwendige zu veranlassen und ernsthafte Schritte zu unternehmen, um die Massaker am palästinensischen Volk zu stoppen und diese anhaltende Aggression gegen den Gazastreifen zu beenden.
Bei den israelischen Angriffen auf den Gazastreifen seit dem 7. Oktober wurden mindestens 38.443 Palästinenser getötet, darunter mindestens 15.694 Kinder und 10.279 Frauen; 88.481 Menschen wurden verletzt.
Während berichtet wird, dass sich unter den Trümmern noch immer Tausende Tote befinden, wird auch die zivile Infrastruktur zerstört, indem Krankenhäuser und Bildungseinrichtungen, in denen die Bevölkerung Zuflucht gesucht hat, gezielt angegriffen werden.