Hantavirus-Alarm weltweit: Fallzahlen steigen weiter

Die Hantavirus-Fälle auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius, das von Argentinien aus in See stach, haben einen internationalen Gesundheitsalarm ausgelöst. Während bestätigt wurde, dass die Zahl der Infizierten auf dem Schiff, auf dem bereits drei Menschen ihr Leben verloren haben, auf 7 gestiegen ist, befinden sich etwa 150 Passagiere in Quarantäne. Unter den auf dem Schiff festsitzenden Passagieren soll sich auch ein türkisches Ehepaar befinden.

12punto

Die Hantavirus-Fälle auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius, das im Südatlantik unterwegs ist, haben internationale Gesundheitsbehörden in Alarmbereitschaft versetzt. Es wurde gemeldet, dass auf dem Schiff, das von Argentinien in Richtung Cabo Verde unterwegs war, drei Menschen ums Leben gekommen sind und bei zahlreichen weiteren Passagieren ein Infektionsverdacht besteht.

Die Behörden konzentrieren sich insbesondere auf das in Lateinamerika verbreitete Andes-Hantavirus und wiesen darauf hin, dass dieses Virus durch engen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Es wurde bekannt gegeben, dass die Infektion auch bei einigen Passagieren bestätigt wurde, die bereits vom Schiff evakuiert worden waren.

Um das Schiff unter Kontrolle zu bringen, wurde es zu den Kanarischen Inseln umgeleitet, wo eine umfassende medizinische Untersuchung durchgeführt werden soll.

EU UND WHO VERFOLGEN DEN PROZESS GENAU

Die Europäische Union hat nach den Hantavirus-Fällen auf der MV Hondius und der wachsenden Besorgnis in der Öffentlichkeit eine Stellungnahme abgegeben. Die Sprecherin der EU-Kommission, Eva Hrncirova, erklärte, dass das Risiko für die europäische Bevölkerung nach den vorliegenden Daten als gering einzustufen sei.

Hrncirova betonte, dass es derzeit keinen Grund zur Panik gebe, fügte jedoch hinzu, dass der Prozess nach der Einlieferung eines Flugbegleiters der niederländischen Fluggesellschaft KLM mit Hantavirus-Symptomen in ein Amsterdamer Krankenhaus noch genauer beobachtet werde.

EU-Beamte erklärten, dass man nach dem Auftreten der ersten Fälle in enger Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und den Mitgliedstaaten handele.

Hrncirova gab bekannt, dass das ECDC einen Experten auf das Schiff entsandt habe, das Expertenteam seine Untersuchungen fortsetze und die Entwicklungen minütlich verfolgt würden. Die EU-Sprecherin betonte, dass die möglichen Risiken in Europa detailliert bewertet würden und man bereit sei, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.

WELTGESUNDHEITSORGANISATION: FALLZAHL AUF 7 GESTIEGEN

Nach den Entwicklungen, die international für großes Aufsehen sorgten, gab die Weltgesundheitsorganisation bekannt, dass die Zahl der Personen, bei denen das tödliche Hantavirus nachgewiesen wurde, auf 7 gestiegen ist.

Die Behörden teilten mit, dass die Kontaktkette auf dem Schiff detailliert untersucht werde und mögliche neue Fälle nachverfolgt würden.

TÜRKISCHES EHEPAAR AUF DEM SCHIFF FESTGESETZT

Unter den Passagieren an Bord befinden sich auch der Naturfotograf Emin Yoğurtçuoğlu und seine Ehefrau.

Yoğurtçuoğlu erklärte in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account, dass auf dem Schiff keine neuen Fälle aufgetreten seien, einige Patienten jedoch evakuiert wurden. Es wurde mitgeteilt, dass auch das türkische Ehepaar im Rahmen des Quarantäneprozesses auf dem Schiff festgehalten wird.

BEHAUPTUNG: 23 PASSAGIERE IN VERSCHIEDENE LÄNDER AUSGEREIST

Die Ermittlungen zum Ausbruch auf der MV Hondius haben sich durch neue Entwicklungen weiter ausgeweitet. Informationen, wonach nach dem Tod von drei Personen an Bord mindestens 23 Passagiere ohne offizielle Warnung auf der Insel St. Helena das Schiff verlassen haben und in verschiedene Kontinente weitergereist sind, haben die internationale Besorgnis verstärkt.

Die Behörden kündigten eine umfassende Untersuchung an, um die Kontaktkette dieser Passagiere zu ermitteln. Es wird die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass sich der Ausbruch über die Grenzen des Schiffes hinaus ausgebreitet haben könnte.

NEUER ALARM IN DEN NIEDERLANDEN

Eine neue Entwicklung auf der Route Südafrika–Niederlande hat ebenfalls die Gesundheitsbehörden auf den Plan gerufen.

Es wurde gemeldet, dass ein 69-jähriger niederländischer Passagier, der in Johannesburg aufgrund seines Gesundheitszustands nicht an Bord des Flugzeugs gelassen wurde, an den Folgen des Hantavirus verstorben ist. Ein Flugbegleiter, der Kontakt zu dieser Person hatte, wurde unter Quarantäne gestellt und wird in Amsterdam medizinisch überwacht.

Die Gesundheitsbehörden haben das Contact Tracing ausgeweitet, um die mögliche Infektionskette zu klären. Es wird geprüft, ob der Vorfall mit dem Ausbruch auf dem Schiff in Verbindung stehen könnte.

HANTAVIRUS-WARNUNG VON EXPERTEN

Experten erinnerten daran, dass das Hantavirus insbesondere durch Kontakt mit Nagetieren übertragen werden kann.

Personen mit Symptomen sollten unverzüglich medizinische Einrichtungen aufsuchen. Es wurde darauf hingewiesen, dass das tatsächliche Ausmaß des Ausbruchs erst durch die in den kommenden Tagen durchzuführenden Tests deutlich werden dürfte.