Hatte den 1. Mai geprägt: Gouverneur Gül äußert sich zu 'Fegt die Presse weg'-Anweisung

Der Gouverneur von Istanbul, Davut Gül, beantwortete Fragen von Journalisten bei der vom Presserat organisierten Preisverleihung für Pressefreiheit. Gül äußerte sich auch zu der Anweisung eines Polizisten, die Presse am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, 'wegzufegen'.

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Der Gouverneur von Istanbul, Davut Gül, beantwortete Fragen von Journalisten bei der vom Presserat organisierten Preisverleihung für Pressefreiheit. Gül äußerte sich zu dem Polizeieinsatz am Barbaros-Boulevard in Beşiktaş, dem Treffpunkt von Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die den 1. Mai, den Tag der Arbeit, auf dem Taksim-Platz feiern wollten. 

Dass ein Polizist die Anweisung "Fegt die Presse weg, fegt noch ein bisschen mehr" gab und Journalisten, die die Ereignisse filmen wollten, mit Schildern behindert wurden, war auf Kameras festgehalten worden.

Eine ähnliche Anweisung war bereits vor zwei Monaten gegenüber Journalisten erteilt worden, die vor dem Justizpalast von Istanbul über die 'Gerechtigkeitswache' berichten wollten; auch damals wurden die Journalisten vor dem Gerichtsgebäude vertrieben.

ER ANTWORTETE

Gouverneur Gül sagte: "Auf Direktionsebene gibt es eine solche Anweisung nicht, sie wurde nicht erteilt. Auf unterer Ebene mag das Ziel überschritten worden sein. Ich weiß nicht, ob es gesagt wurde, ich habe es nicht gehört, aber falls ein solches Wort gefallen ist, hat es das Ziel überschritten. Es war falsch, ich entschuldige mich."