Hinter den Kulissen der Drogenrazzia... Machtkampf innerhalb der Regierung!
Nefes-Autor Deniz Zeyrek hat Informationen aus AKP-Kreisen über die Hintergründe der Drogenrazzia veröffentlicht, die seit Tagen die Öffentlichkeit beschäftigt und in die auch prominente Namen verwickelt sind.
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Nefes-Autor Deniz Zeyrek hat in seiner Kolumne Informationen aus den Kulissen über die Drogenrazzia veröffentlicht, die in der gesamten Türkei für Aufsehen gesorgt hat und in die bekannte Persönlichkeiten verwickelt sind. In dem Artikel wird dargelegt, dass die Operation nicht nur als rein narkotische Ermittlung betrachtet wird, sondern auch als ein Prozess, der die Machtverhältnisse innerhalb der Regierung beeinflusst.
In den von Zeyrek auf AKP-Kreise gestützten Einschätzungen wurde auf die Behauptungen eingegangen, dass die Ermittlungen politische Konsequenzen haben könnten.
WURDE JUSTIZMINISTER INS LEERE LAUFEN GELASSEN?
In dem Artikel wird ausgeführt, dass der Einfluss von Justizminister Yılmaz Tunç auf die Istanbuler Justiz zum Gegenstand von Diskussionen geworden ist. Es wurde berichtet, dass in den Kulissen Einschätzungen kursieren, wonach die Position von Minister Tunç geschwächt worden sei.
Den übermittelten Informationen zufolge wurde das Ausreiseverbot gegen den Präsidenten von Fenerbahçe, Saadettin Saran, an den Tagen aufgehoben, an denen er und sein Vorstand Justizminister Tunç besuchten und ihm ein Trikot überreichten. Doch nachdem Saran ins Ausland gereist war, wurde mit einer neuen, in Istanbul gefassten Entscheidung erneut ein Ausreiseverbot verhängt und ein Haftbefehl erlassen. Es wurde vermerkt, dass dies in den Kulissen als „Minister Tunç wird ins Leere laufen gelassen“ interpretiert wurde.
BEHAUPTUNG ÜBER DURCHGESTOCHENE NACHRICHTEN
Obwohl die Ermittlungen vertraulich sind, wurde behauptet, dass einige Informationen vorab an regierungsnahe Medienhäuser durchgestochen wurden. Insbesondere die Berichterstattung in der Zeitung Sabah sei auffällig gewesen.
Während darauf hingewiesen wurde, dass die Art und Weise der Berichterstattung den Eindruck einer „Abrechnung“ mit Namen wie Mehmet Akif Ersoy und Saadettin Saran erwecke, wurde festgestellt, dass ein Teil der regierungsnahen Medien diese Nachrichten in den Vordergrund rückte, während ein anderer Teil Veröffentlichungen zur Unterstützung von Mehmet Akif Ersoy tätigte. Dies deute auf eine Meinungsverschiedenheit innerhalb des Mediensektors hin.
Zeyrek führte Einschätzungen an, wonach die Verbindungen, die über die in der Ermittlungsakte genannten Namen geknüpft wurden, auf einige wichtige Figuren innerhalb der AK-Partei abzielten.
In diesem Zusammenhang wurde behauptet, dass sich die Aufmerksamkeit auf das Kommunikationspräsidium richtete, nachdem Furkan Torlak, ein ehemaliger Arbeitskollege des Kommunikationsdirektors Fahrettin Altun, in der Akte auftauchte und der Name Kübra Nur Uslu genannt wurde.
In den angeblich durchgestochenen Aussagen von anonymen Zeugen wurde zudem behauptet, dass auch Namen wie Süleyman Soylu und Ömer Çelik, deren Nähe zu Mehmet Akif Ersoy betont wurde, diskreditiert werden sollten.
BEHAUPTUNG ZU HAKAN FİDAN
In dem Artikel wurde zudem auf Behauptungen eingegangen, dass auch Hakan Fidan, der als möglicher Nachfolger Erdoğans gehandelt wird, in diesem Prozess mit einem ähnlichen Diskreditierungsversuch konfrontiert war. Es wurde jedoch berichtet, dass das Lager um Fidan auf diese Situation reagierte und auf Distanz zu Mehmet Akif Ersoy ging.
Deniz Zeyrek lieferte am Ende seines Artikels eine bemerkenswerte Information aus den Kulissen. Zeyrek berichtete, dass während das öffentliche Profil von Mehmet Akif Ersoy „geschwärzt“ werde, das Profil einer anderen Person aus demselben Umfeld „aufpoliert“ werde.