Hintergründe des Angriffs auf Fenerbahçe-Tribünenführer: Anklageschrift nennt 'Racheplan' und Verbindungen zu kriminellen Organisationen

In der Anklageschrift zum bewaffneten Angriff auf den Fenerbahçe-Tribünenführer İbrahim Gümüştekin sind bemerkenswerte Details aufgetaucht. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Angriff mit früheren organisatorischen Feindseligkeiten in Verbindung steht. Für die 10 Tatverdächtigen werden Haftstrafen von bis zu 21 Jahren gefordert.

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Die Ermittlungen zu dem bewaffneten Angriff auf den Fenerbahçe-Tribünenführer İbrahim Gümüştekin, der sich in der Nacht zum 30. Dezember in Üsküdar, Istanbul, ereignete, wurden abgeschlossen. In der von der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul-Anadolu erstellten Anklageschrift wird behauptet, dass der Angriff eine Fortsetzung der organisatorischen Konflikte der vergangenen Jahre darstelle.

Laut einem Bericht der Zeitung Sabah enthält die Ermittlungsakte Bewertungen zu den Feindseligkeiten zwischen der kriminellen Organisation „Ay Grubu“ und der kriminellen Organisation „Daltonlar“.

In der Anklageschrift wird daran erinnert, dass der Anführer der „Ay Grubu“, Halil Ay, im Januar 2023 auf der Haliç-Brücke in Istanbul einen bewaffneten Angriff erlitt, bevor er im selben Jahr in einem Bauernhaus in Frankreich getötet wurde.

DETAIL ZU DEN DALTONLAR IN DER ANKLAGESCHRIFT

In der Anklageschrift wird behauptet, dass İbrahim Gümüştekin der kriminellen Organisation „Daltonlar“, die sich zu dem Angriff auf der Haliç-Brücke bekannte, Unterstützung geleistet habe.

Im Rahmen der Ermittlungen wurde behauptet, dass die „Ay Grubu“ Gümüştekin für den besagten Angriff verantwortlich mache. Aus diesem Grund sei man mit dem Ziel vorgegangen, Rache an Gümüştekin zu nehmen; der Angriffsplan sei aus diesem Motiv heraus erstellt und die Tat ausgeführt worden.

TELEFONATE IN DIE AKTE AUFGENOMMEN

Es wurde festgestellt, dass die Ermittlungsakte auch Erkenntnisse über Telefonate enthält, die die mutmaßlichen Täter nach dem Vorfall mit Abdurrahman Ay geführt haben sollen, der als Anführer der Organisation gilt.

Diese Gespräche wurden im Rahmen der Ermittlungen als Beweismittel gewertet.

HAFTSTRAFEN FÜR 10 TATVERDÄCHTIGE GEFORDERT

In der Anklageschrift wird die Eröffnung eines Verfahrens gegen 10 Personen gefordert, darunter auch Abdurrahman Ay, der als Anführer der Organisation gilt.

Den Verdächtigen werden „versuchter vorsätzlicher Mord aus Blutrache“ sowie „Mitgliedschaft in einer bewaffneten kriminellen Vereinigung“ zur Last gelegt.