Hinweis im Fall Kaşif Kozinoğlu nach Jahren aufgetaucht: 'Dunkelhaariger Engel' hat E-Mail geschickt!
In den wiederaufgenommenen Ermittlungen zum verdächtigen Tod des ehemaligen MİT-Beamten Kaşif Kozinoğlu im Silivri-Gefängnis wurden Hinweis-E-Mails, die 2012 an den Anwalt seiner Familie gesendet wurden, erneut in die Akten aufgenommen. Es stellte sich heraus, dass der Informant mit dem Pseudonym „Dunkelhaariger Engel“ behauptete, Kozinoğlu sei durch das Essen vergiftet worden, und berichtete, dass seine Zellengenossen aus Angst vor einer Vergiftung nur Konserven konsumierten.
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In den wiederaufgenommenen Ermittlungen zum verdächtigen Tod des ehemaligen MİT-Beamten Kaşif Kozinoğlu im Silivri-Gefängnis wurden Hinweis-E-Mails, die vor Jahren an den Anwalt seiner Familie gesendet wurden, erneut zum Gegenstand der Untersuchung.
Wie die Zeitung Sabah berichtet, sandte eine Person, die 2012 das Pseudonym „Dunkelhaariger Engel“ (Esmer melek) verwendete, eine E-Mail an die damalige Anwältin der Familie Kozinoğlu, Tuğçe Duygu Köksal, und behauptete, dass Kozinoğlu nicht an einem Herzinfarkt, sondern durch Vergiftung gestorben sei.
Den in die Akten aufgenommenen Informationen zufolge wurde die erste Nachricht am 27. April 2012 unter dem Namen „Melek melek“ und von der Adresse „esmer_melek_istanbul@hotmail.com“ gesendet. Die Person, die sich als ein aus dem Silivri-Gefängnis Nr. 1 frisch entlassener Häftling ausgab, argumentierte, dass die Wahrheit ans Licht kommen könne, wenn der Tod von Kozinoğlu untersucht würde.
WAS STEHT IN DEN HINWEIS-E-MAILS?
Es wurde angegeben, dass die Behauptung „Sie haben Kaşif Bey mit dem Essen vergiftet“ in der E-Mail des Informanten enthalten war. Nachdem Anwältin Köksal die Person, die ihre Identität nicht preisgab, aufgefordert hatte, konkrete Beweise vorzulegen, sei am selben Tag eine neue Antwort eingegangen.
In dieser Antwort behauptete der Informant, nicht mit Kozinoğlu in derselben Zelle gewesen zu sein, sich aber in der „Arbeiterzelle“ aufgehalten zu haben; er sei an der Verteilung von Essen, Brot, Kantinenartikeln und Vorräten an die Zellen im Gefängnis beteiligt gewesen. Der Informant, der angab, seine Identität nicht offenlegen zu wollen, behauptete, der Tod von Kozinoğlu sei „auf keinen Fall ein Herzinfarkt“ gewesen.
Nachdem der Wunsch des Informanten nach einem Treffen außerhalb des Gefängnisses nicht erfüllt wurde, wurde festgehalten, dass die Anwälte der Familie Kozinoğlu, Taner Serim und Tuğçe Duygu Köksal, am 11. Mai 2012 bei der Generalstaatsanwaltschaft Silivri beantragten, die Ermittlungen auszuweiten.
In dem Bericht wurde zudem mitgeteilt, dass in den in der Akte enthaltenen Abschriften von Telefongesprächen auch die Aussagen der Zellengenossen von Kozinoğlu enthalten seien. Demnach sagten seine Zellengenossen aus, dass Kozinoğlu das Essen im Gefängnis nicht habe essen wollen und aus Angst vor einer Vergiftung dazu übergegangen sei, Konserven zu konsumieren.
Es wurde berichtet, dass die Generalstaatsanwaltschaft Silivri im Rahmen der wiedereröffneten Akte die Identität der Person mit dem Pseudonym „Dunkelhaariger Engel“ sowie die in den E-Mails geäußerten Behauptungen untersuche.