Historische Preiserhöhung für Diesel steht bevor: Eşel-Mobil-System am Ende

Der weltweite Anstieg der Ölpreise wird sich in einer historischen Preiserhöhung für Diesel niederschlagen. Da das Eşel-Mobil-System aufgrund der Ausschöpfung der Steuergrenzen funktionsunfähig geworden ist, wird die Erhöhung direkt auf die Zapfsäulenpreise durchschlagen.

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Infolge des ausgebrochenen Krieges mit dem Iran sind die Ölpreise weltweit stark gestiegen. Dieser Anstieg der Ölpreise hat sich auch in der Türkei in Form von Preiserhöhungen bei Kraftstoffen bemerkbar gemacht. Informationen aus Energiekreisen zufolge steht ab Freitag eine historische Preiserhöhung für Diesel bevor.

HOHE PREISERHÖHUNG ERWARTET

Ab Mitternacht wird eine Erhöhung des Dieselpreises um 5,76 TL erwartet. Wie der Journalist Olcay Aydilek berichtet, werden 58 Kuruş dieser Erhöhung gemäß dem Eşel-Mobil-System aus der Sonderverbrauchssteuer (ÖTV) gedeckt. Da jedoch das Limit für den Steuersatz im Rahmen der Eşel-Mobil-Anwendung erreicht ist, wird die Erhöhung an der Zapfsäule 5,18 TL betragen.

EŞEL-MOBIL-SYSTEM BRICHT ZUSAMMEN

Das Eşel-Mobil-System wurde eingeführt, um Preiserhöhungen unter Kontrolle zu halten. Mit dieser Erhöhung konnte jedoch, entgegen den Behauptungen der Regierung, der Preisanstieg für die Bevölkerung nicht verhindert werden. Der stellvertretende CHP-Vorsitzende Deniz Yavuzyılmaz hatte bereits am 15. März erklärt, dass das Eşel-Mobil-System zusammenbrechen werde und es zu aufeinanderfolgenden Preiserhöhungen bei Diesel kommen werde. Yavuzyılmaz wies darauf hin, dass nach Erreichen eines Dieselpreises von 65,89 TL nur noch eine ÖTV-Marge von 0,48 TL verblieb, was das Eşel-Mobil-System funktionsunfähig machen würde.

KEINE REGULIERUNG DURCH DIE REGIERUNG

Finanzminister Mehmet Şimşek hatte erklärt, dass dieses System als vorübergehende Lösung eingeführt wurde und nicht nachhaltig sei. Während Minister Şimşek betonte, dass die durch den Krieg verursachten Preisschwankungen kurzfristiger Natur seien, erklärte er, dass keine weiteren Regulierungsmaßnahmen ergriffen würden.

Der wichtigste Faktor für die Aktivierung des Eşel-Mobil-Systems war der Krieg in der Golfregion, der nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran begann. Dieser Krieg beeinträchtigte einen Großteil des weltweiten Ölangebots und ließ den Brent-Ölpreis um mehr als 40 Prozent steigen. Dieser Anstieg wirkte sich auch auf die Preise für Erdgas und Flugkraftstoff aus. Zunächst hatte die 10,5-prozentige Erhöhung des Dieselpreises am 3. März den Literpreis auf 70 TL ansteigen lassen.

DEVISEN- UND LIQUIDITÄTSKONTROLLE

In diesem Prozess hat die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) Devisentermingeschäfte eingeleitet, um die Devisen- und Türkische-Lira-Liquidität unter Kontrolle zu halten. Zudem wurden Leerverkäufe über die Börse Istanbul und das Kapitalmarktamt (SPK) vorübergehend verboten. All diese Maßnahmen zielten darauf ab, die türkische Wirtschaft im Umfeld der globalen Wirtschaftskrise zu stabilisieren.

ÖTV-REGULIERUNG UND WAS PASSIERT BEI WEITEREN PREISSTEIGERUNGEN?

Minister Şimşek hatte erklärt, dass das nach 2021 wieder eingeführte Eşel-Mobil-System einen Verzicht auf ÖTV-Einnahmen erfordere. Es wurde jedoch auch deutlich gemacht, dass dieses System nicht weiter aufrechterhalten werden könne. Es wird davon ausgegangen, dass zukünftige Preiserhöhungen nach dieser Phase direkt auf den Diesel-Zapfsäulenpreis umgelegt werden. Die für Freitag geplante Erhöhung des Dieselpreises um 5,37 TL wird diese Tatsache erneut verdeutlichen.