Hochrangiger Rücktritt bei der İYİ Parti: Vize-Parteichef Yüce kritisiert, dass Arbeit „im Schatten blieb“
Alpaslan Yüce von der İYİ Parti veröffentlichte auf der Social-Media-Plattform X eine Erklärung zu seinem Rücktritt vom Amt des stellvertretenden Parteivorsitzenden sowie vom Vorsitz der Akademie für Forschung, Entwicklung, Bildung und Politik und seinem Austritt aus der Partei.
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Yüce erklärte: „Ich habe beobachtet, dass unsere Bemühungen, ein langfristiges und ganzheitliches Programm zur Lösung der Probleme unseres Landes zu entwickeln, mit der Zeit stellenweise im Schatten kurzfristiger und reaktiver Ansätze blieben. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, von meinem Amt als stellvertretender Parteivorsitzender der İYİ Parti und von meiner Parteimitgliedschaft zurückzutreten.“
Yüce betonte, dass der Anspruch der İYİ Parti, eine Zentrumspartei zu sein, im Laufe der Zeit einer engeren, reaktionären und konjunkturellen politischen Position gewichen sei. Er bewertete die Situation wie folgt: „Das Bestreben der İYİ Parti, ein Gleichgewicht zwischen der Mitte-Rechts-Ausrichtung und nationalistischen Linien zu finden, hat es zeitweise erschwert, eine klare Vision zu entwickeln. Dies hat nicht nur zu einem Vertrauensproblem bei den Wählern geführt, sondern auch dazu, dass innerhalb der Partei Ideen eher danach bewertet wurden, von wem sie geäußert wurden, als nach ihrem inhaltlichen Wert.“
„DIESE ENTSCHEIDUNG IST KEIN AUSDRUCK VON VERSTIMMUNG...“
Yüce führte weiter aus:
„Ich habe beobachtet, dass unsere Bemühungen, ein langfristiges und ganzheitliches Programm zur Lösung der Probleme unseres Landes zu entwickeln, mit der Zeit stellenweise im Schatten kurzfristiger und reaktiver Ansätze blieben.
Aus diesem Grund habe ich beschlossen, von meinem Amt als stellvertretender Parteivorsitzender der İYİ Parti und von meiner Parteimitgliedschaft zurückzutreten. Diese Entscheidung ist kein Ausdruck von Verstimmung, sondern eine Konsequenz meines Glaubens an den Sinn von Politik, an institutionelle Vernunft und an prinzipielle Konsistenz. Meiner Auffassung nach besteht die Aufgabe eines Politikers nicht darin, seine persönliche Komfortzone zu schützen, sondern Verantwortung zu übernehmen, auch wenn dies bedeutet, für dieses Land und seine Werte einzustehen. Die Hoffnung für die Zukunft der Türkei liegt nicht allein in einem Regierungswechsel, sondern in der Transformation der politischen Kultur.
Diese Transformation wird weniger durch den Wettbewerb zwischen den Parteien als vielmehr durch die Fähigkeit der Parteien zur prinzipiellen internen Erneuerung möglich sein. Ich glaube, dass eine echte Verwurzelung der demokratischen Repräsentation nur dann erreicht werden kann, wenn sich die Politik von populistischen Wellen befreit und sich auf institutionelle Vernunft und ethische Verantwortung stützt.“