HÜDA-PAR legt wieder los: 'Schulpflicht schränkt individuelle Freiheiten ein'
Der Vorsitzende der HÜDA-PAR, Zekeriya Yapıcıoğlu, hat eine schriftliche Erklärung zur Schulpflicht abgegeben, die in den letzten Tagen auf der Agenda des Bildungsministeriums (MEB) stand. Yapıcıoğlu kritisierte die Schulpflicht und forderte deren Abschaffung mit der Begründung, sie habe eine Struktur, die 'individuelle Freiheiten einschränkt'.
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Der Vorsitzende der HÜDA-PAR, Zekeriya Yapıcıoğlu, hat eine schriftliche Erklärung zur Schulpflicht abgegeben, die in den letzten Tagen auf der Agenda des Bildungsministeriums (MEB) stand. Yapıcıoğlu kritisierte die Schulpflicht und forderte deren Abschaffung mit der Begründung, sie habe eine Struktur, die 'individuelle Freiheiten einschränkt'.
Zekeriya Yapıcıoğlu, der Vorsitzende der Hizbullah-nahen HÜDA-PAR, die über die AKP-Listen in das türkische Parlament einzog und vier Abgeordnete stellt, äußerte sich in skandalöser Weise zur Schulpflicht.
In seiner schriftlichen Erklärung zur Schulpflicht, mit der sich auch das Bildungsministerium (MEB) seit einiger Zeit befasst, argumentierte Yapıcıoğlu, dass die 'strukturellen Probleme der Schulpflicht ein Ausmaß erreicht haben, das nicht ignoriert werden kann' und dass sie die individuellen Freiheiten einschränke.
Yapıcıoğlu äußerte sich in seiner Erklärung wie folgt:
'Zunächst einmal hat das System der Schulpflicht eine Struktur, die individuelle Freiheiten einschränkt. Schülern und Eltern wird weitgehend das Recht vorenthalten, im Bildungsprozess alternative Wege zu wählen, die ihren eigenen Vorlieben entsprechen. Dies führt dazu, dass Individuen mit unterschiedlichen Talenten und Interessen in dasselbe Schema gepresst werden und behindert zudem die Entwicklung alternativer Bildungsmodelle.
Andererseits hat die Tatsache, dass die Schulpflicht auf einem standardisierten und einheitlichen Lehrplan basiert, dazu geführt, dass die Berufsbildung in den Hintergrund gedrängt wurde. Dieser auf akademischen Erfolg ausgerichtete Ansatz erschwert es unseren Jugendlichen, Fähigkeiten zu erwerben, die für den Arbeitsmarkt geeignet sind, und reicht nicht aus, um den Bedarf an Fachkräften zu decken.
Darüber hinaus wird es für unsere unqualifizierten Jugendlichen ohne Berufsausbildung immer schwieriger, Arbeit zu finden. Die Pflicht verringert die Effizienz im Bildungsumfeld und schadet den Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern. Heute übersteigt die Zahl der Schüler, die an der Universitätsaufnahmeprüfung teilnehmen, in unserem Land 3 Millionen. Wenn jedoch insbesondere die gymnasiale Oberstufe aus der Schulpflicht herausgenommen würde, könnte sowohl der Andrang vor den Universitätszugängen verhindert als auch vermieden werden, dass der Armee der arbeitslosen Hochschulabsolventen neue hinzugefügt werden.'