„Ich war überrascht, als ich erfuhr, was mir vorgeworfen wird“: Abdurrahman Tutdere erklärt den Grund für seine Festnahme
Nach der Aufhebung seines Hausarrests kehrte Tutdere in sein Amt zurück und nahm bereits an seinem ersten Arbeitstag Außentermine wahr. Nach seiner Freilassung äußerte er sich in einer Live-Sendung ausführlich zu den Hintergründen des Verfahrens.
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Der Bürgermeister von Adıyaman, Abdurrahman Tutdere, der am 5. Juli festgenommen, unter Hausarrest gestellt und am 10. Juli vom Innenministerium vorläufig seines Amtes enthoben worden war, wurde gestern (5. August 2025) wieder in sein Amt eingesetzt.
Tutdere, dessen Hausarrest ebenfalls aufgehoben wurde, war zu Gast in der Sendung „Rota“ auf Halk TV, die von Kürşad Oğuz moderiert wird. Tutdere äußerte sich dort zu den Ereignissen zwischen dem 5. Juli und dem 5. August und gab bemerkenswerte Details zu den Akteninhalten bekannt.
Tutdere machte deutliche Aussagen zum Prozess der Festnahme, des Hausarrests und der Wiedereinsetzung. Er erklärte, dass er bis zu seiner polizeilichen Vernehmung nicht gewusst habe, weshalb er festgenommen wurde, und betonte, er sei sehr überrascht gewesen, als er von den Vorwürfen erfuhr.
Er gab an, dass die Ermittlungen in Adıyaman nicht aufgrund der Aussage von Aziz İhsan Aktaş eingeleitet wurden, der als Anführer einer kriminellen Vereinigung gilt, aber nach einer Kronzeugenregelung freigelassen wurde, sondern aufgrund der Aussage eines Zeugen, der in Aktaş' Unternehmen gearbeitet hatte.
„WIR HABEN JEDE VERBINDUNG GEKAPPT“
Tutdere wies darauf hin, dass die Stadtverwaltung von Adıyaman im Jahr 2018 unter der AKP-Verwaltung einen Vertrag mit der Firma Bilginay, die İhsan Aktaş gehört und Reinigungs- sowie Fahrzeugvermietungsdienste anbot, für die städtischen Reinigungsdienste abgeschlossen hatte. Er sagte: „Direkt nach meinem Amtsantritt haben wir unsere Fahrzeugkapazitäten erhöht. Als der Vertrag mit der Firma, die noch vier Monate Laufzeit hatte, auslief, haben wir jegliche Verbindung zu ihr abgebrochen. Wir haben die Zusammenarbeit beendet und begonnen, unseren Müll mit unseren eigenen Kapazitäten und Fahrzeugen zu sammeln. Das Verfahren gegen uns wurde also aufgrund der Aussage einer Person eingeleitet, die behauptet, bei einer Firma gearbeitet zu haben, deren Zusammenarbeit wir beendet und zu der wir jegliche Verbindung gekappt haben.“
TUTDERE ERKLÄRT DEN GRUND FÜR SEINE FESTNAHME
Tutdere erläuterte auch, welcher Vorwurf zu seiner Festnahme führte.
Tutdere, der selbst jahrelang als Anwalt tätig war, sagte: „Als Jurist und als Bürger möchte ich Folgendes sagen: In der Zeugenaussage heißt es wörtlich: ‚Nachdem die Stadtverwaltung von Adıyaman von der AK-Partei an die CHP übergegangen war, hatten wir 24 Millionen Lira an ausstehenden Forderungen. Ich bin zum Bürgermeister gegangen, um diese zu erhalten. Der Bürgermeister hat mich an seinen Stellvertreter verwiesen.‘ Das ist der gesamte Vorwurf. Wir haben das erst erfahren, als wir bei der Polizei vernommen wurden. Bis dahin wussten wir ehrlich gesagt nicht einmal, was uns vorgeworfen wird oder warum wir festgenommen wurden.“
„KEINE PERSON, DIE WIR KENNEN“
Im weiteren Verlauf seiner Erklärung betonte Tutdere, dass der Zeuge, der zu seiner Festnahme führte, keine ausstehenden Forderungen gehabt habe, nachdem der Vertrag ausgelaufen war und die Verbindungen gekappt wurden. Er sei nie in der Stadtverwaltung gewesen und sei ihnen unbekannt.
Tutdere sagte in seiner Erklärung weiter:
„Als wir bei der Polizei dazu befragt wurden, haben wir dargelegt, dass alle diese Vorwürfe haltlos sind und wir tatsächlich keine geschäftlichen Beziehungen mehr zu dieser Firma haben. Wir haben die Beendigung der Zusammenarbeit sowie unsere Finanzunterlagen bereits während der staatsanwaltlichen Phase vorgelegt. Tatsächlich gibt es keine ausstehenden Forderungen, wie sie der Zeuge in seiner Aussage behauptet. So wie die Firma ihre Zahlungen während der AKP-Zeit, also vor meiner Amtszeit, regelmäßig erhalten hat, habe ich mein Amt am 4. April angetreten; am 15. April erhielt sie ihre Zahlung, ebenso im Mai, Juni und Juli. Im September war der Auftrag ohnehin beendet. Es gibt also keine ausstehenden Forderungen. Er war auch nie bei uns und ist keine Person, die wir kennen.“