Illegale Wettbande in 30 Provinzen zerschlagen

In einer von Adana aus koordinierten Operation in 30 Provinzen wurde ein Netzwerk zerschlagen, das illegale Wetten anbot und unrechtmäßige Gewinne erzielte. Bei den Ermittlungen wurde ein Transaktionsvolumen von 450 Millionen Dollar auf den Konten der Bande festgestellt. Von den 173 Verdächtigen, darunter die Anführer H.S. und K.A.U., wurden 83 inhaftiert, während 90 Personen unter Auflagen freigelassen wurden.

İHA

Die Abteilung zur Bekämpfung von Cyberkriminalität der Polizeidirektion deckte nach einem Hinweis ein Netzwerk auf, das über das Internet illegale Wetten anbot und sich so unrechtmäßige Gewinne verschaffte. Im Rahmen der Operation „Sibergöz-46“ wurde durch technische und physische Überwachung festgestellt, dass die Verdächtigen über Internetseiten, die in der Türkischen Republik Nordzypern und in Montenegro betrieben wurden, Wetten mit hohen Quoten anboten. Es wurde ermittelt, dass die Anführer H.S. den Teil in der TRNZ und K.A.U. den Teil in Montenegro leiteten und die Wettseiten von Büros in sechs türkischen Provinzen aus koordinierten. Auf den Bankkonten der Verdächtigen wurde ein Transaktionsvolumen von 450 Millionen Dollar festgestellt; um die Spur des Geldes zu verwischen, wurde es in Gold und Kryptowährungen umgewandelt. Nachdem die Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen die Verdächtigen erlassen hatte, führten die Einsatzkräfte am 24. Juni eine Operation gegen 300 Personen in 30 Provinzen mit Schwerpunkt in Adana durch.

Vermögenswerte im Wert von 553 Millionen Lira beschlagnahmt

Die Polizei führte zeitgleich Razzien an den identifizierten Adressen durch und nahm 244 Personen fest, darunter die Anführer H.S. und K.A.U. Bei Durchsuchungen an den Adressen der Verdächtigen wurden zwei nicht registrierte Pump-Action-Gewehre, eine Menge Betäubungsmittel, große Mengen an Devisen und türkischen Lira sowie zahlreiche digitale Datenträger sichergestellt. Zudem wurden Sicherungsmaßnahmen für Vermögenswerte im Wert von 553 Millionen Lira angeordnet, darunter zwei Unternehmen, 87 Luxusfahrzeuge, 20 Wohnungen, 5 Grundstücke und Geschäftsräume, die mutmaßlich aus Straftaten stammten. Es wurde zudem bekannt, dass die Verdächtigen zwei Scheinfirmen in den Bereichen IT, Verpackung und Logistik gegründet hatten, um das Geld zu waschen.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden 71 der Verdächtigen auf Anweisung der Staatsanwaltschaft nach ihrer Aussage freigelassen. 173 Verdächtige, darunter H.S. und K.A.U., wurden dem Haftrichter vorgeführt.

83 Personen inhaftiert

Von den 173 dem Haftrichter vorgeführten Personen wurden 83, darunter H.S. und K.A.U., inhaftiert, während 90 Personen unter Auflagen freigelassen wurden.