Imamoğlu fordert Gerechtigkeit für Ümit Özdağ vor dessen Gerichtsverhandlung: „Vorsätzliche Verzögerung des Prozesses“

Der Istanbuler Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu, der derzeit im Gefängnis von Silivri inhaftiert ist, hat Gerechtigkeit für den Vorsitzenden der Zafer-Partei, Ümit Özdağ, gefordert, dessen Gerichtsverhandlung morgen stattfindet.

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Der Vorsitzende der Zafer-Partei, Ümit Özdağ, der am 20. Januar in Ankara festgenommen und am 21. Januar inhaftiert wurde, nachdem er sich bei einer Rede auf dem Beratungstreffen der Provinzvorsitzenden der Zafer-Partei in Antalya am 19. Januar kritisch über den AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Erdoğan geäußert hatte, wird morgen dem Richter gegenüberstehen.

Ekrem İmamoğlu rief über den Account „Cumhurbaşkanlığı Aday Ofisi“ (Büro für Präsidentschaftskandidatur), der nach der Schließung seines ursprünglichen Accounts eröffnet wurde, zur Gerechtigkeit für Ümit Özdağ auf. 

Der Social-Media-Beitrag von Ekrem İmamoğlu lautet wie folgt:

„Politik kann nicht gestaltet werden, indem das Recht als Instrument missbraucht wird.

Politiker und Parteivorsitzende werden unter fadenscheinigen Vorwänden verhaftet und monate- oder gar jahrelang inhaftiert, wodurch der Prozess selbst zur Strafe wird.

Politiker besiegen ihre Gegner an der Wahlurne, nicht durch fingierte Gerichtsverfahren. Ideen messen sich an Ideen, das Volk trifft die Entscheidung.

Es ist unerlässlich, dass die Inhaftierung des Vorsitzenden der Zafer-Partei, Herrn Ümit Özdağ, in der morgigen Verhandlung beendet wird und der Schatten der Regierung über den Justizbehörden beseitigt wird. Die vorsätzliche Verzögerung des Gerichtsverfahrens und die Tatsache, dass die Untersuchungshaft zur Regel geworden ist, sind ein Akt der Ungerechtigkeit.“