Scharfe Reaktion von İmamoğlu auf die Verhaftungen in der 4. Welle der Razzien gegen die Stadtverwaltung Istanbul: „Fürchten Sie denn gar nicht Gott und schämen Sie sich nicht vor den Menschen?“

Der im Gefängnis Silivri inhaftierte Ekrem İmamoğlu reagierte auf die Haftbefehle im Rahmen der 4. Welle der Razzien gegen die Stadtverwaltung Istanbul (İBB).

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Von den 46 Personen, die am 19. März im Zuge der 4. Welle der Ermittlungen wegen Korruptionsvorwürfen gegen die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) festgenommen wurden, wurden 25 Personen, darunter der Vorstandsvorsitzende von KİPTAŞ, Ali Kurt, vom zuständigen Haftrichter in Untersuchungshaft genommen.

Der im Gefängnis Silivri inhaftierte İBB-Bürgermeister Ekrem İmamoğlu äußerte sich empört über die Haftbefehle gegen seine Mitarbeiter.

In einer Erklärung, die über den für die Verbreitung von İmamoğlus Botschaften eingerichteten Account „Büro des Präsidentschaftskandidaten“ veröffentlicht wurde, hieß es:

„Fürchten Sie denn gar nicht Gott und schämen Sie sich nicht vor den Menschen?

Einerseits trauere ich über das Unrecht und die Rechtswidrigkeit, die meinen Weggefährten widerfahren, andererseits trauere ich über den Zustand, in den das Land gestürzt wurde.

Diese Rechtswidrigkeit, die keinen anderen Grund hat als politischen Ehrgeiz, das Festhalten an Machtpositionen und die Gier nach weltlichen Gütern, beklage ich zuerst bei Gott dem Allmächtigen und dann bei meinem geschätzten Volk.

Nachdem sich alle Akten, auf denen sie monatelang herumgetrampelt sind, als völlig haltlos erwiesen haben, haben sie ohne jedes Mitleid Menschen in Kerker geworfen und Verleumder erschaffen, nur um sich zu fragen: ‚Können wir neue Akten erstellen?‘

Kann es ein Justizsystem geben, das versucht, Akten durch Unterdrückung, Einschüchterung, Drohungen und Erpressung zu erstellen?“