Stellungnahme von İmamoğlus Anwalt Pehlivan: Kritik am Ermittlungsverfahren

Während die Reaktionen auf die Ingewahrsamnahme des Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, und seiner Mitarbeiter wegen Vorwürfen von 'Terror' und 'Korruption' anhalten, erklärte sein Anwalt Mehmet Pehlivan, dass das Ermittlungsverfahren rechtswidrig geführt werde.

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Während die Reaktionen auf die Ingewahrsamnahme des Bürgermeisters von Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, und seines Arbeitsteams anhalten, hat İmamoğlus Anwalt Mehmet Pehlivan eine Stellungnahme abgegeben.

Pehlivan erklärte, dass im Ermittlungsverfahren rechtswidrige Handlungen vorgenommen wurden und betonte: "Das Recht auf ein faires Verfahren wurde verletzt."

Mehmet Pehlivan äußerte in einer Erklärung auf seinem Social-Media-Konto, dass nach der Aussage von İmamoğlu eine nicht unterzeichnete Version der Aussage an die Presse durchgesickert sei, noch bevor die Anwälte Zugang zur Akte erhalten hätten. Pehlivan wies darauf hin, dass dies die Vertraulichkeit der Ermittlungen verletze, und fügte hinzu: "Auf diese Weise hat die Öffentlichkeit die Fakten schneller erfahren."

"ANWENDUNG DES ANONYMEN ZEUGEN WURDE MISSBRAUCHT"

Pehlivan erklärte, dass die Anwendung des anonymen Zeugen im Ermittlungsverfahren missbraucht worden sei, und behauptete, dass Zeugenaussagen aus dem Zusammenhang gerissen präsentiert würden. "Die Aussagen der anonymen Zeugen wurden unter einem einzigen Narrativ ausgewählt und verbreitet. Zudem zeigen die angeblich rechtswidrig aufgezeichneten Tonaufnahmen und die auf komplexe Weise präsentierten HTS-Daten deutlich, dass diese Untersuchung eher politische Ziele verfolgt als rechtliche." sagte er.

Pehlivan gab an, dass das Verteidigungsteam aufgrund von Beschränkungen in der Akte Schwierigkeiten habe, an Informationen zu gelangen, während regierungsnahe Medien die Details der Untersuchung verzerrt darstellten.

"UNSCHULDSVERMUTUNG WURDE MISSACHTET"

Pehlivan erinnerte daran, dass die Generalstaatsanwaltschaft von Istanbul in ihrer Pressemitteilung den Begriff "Anführer einer kriminellen Vereinigung" verwendet habe, und betonte, dass dies die Unschuldsvermutung von İmamoğlu verletze.

Darüber hinaus erklärte Pehlivan, dass versucht werde, durch das Hinzufügen irrelevanter Dokumente zur Ermittlungsakte den Eindruck einer umfassenden Untersuchung in der Öffentlichkeit zu erwecken, und sagte: "Sogar Ausschreibungen, deren Rechtmäßigkeit vom Rechnungshof und dem Staatsrat bestätigt wurde, wurden zum Gegenstand von Anschuldigungen gemacht."

"DIESER PROZESS IST EINE AUSSETZUNG DES RECHTS"

Pehlivan betonte erneut, dass es im Ermittlungsverfahren rechtswidrige Praktiken gebe, und erklärte: "Diese Untersuchung ist eine Verletzung des Rechts auf ein faires Verfahren. Dieser Verstoß ist eine Aussetzung von Recht und Gerechtigkeit, die im Widerspruch zur Verfassung sowie zu Grundrechten und Freiheiten steht, indem der Zugang zur Justiz durch die Justiz selbst verhindert und das Recht außer Kraft gesetzt wird."

Abschließend beendete Pehlivan seine Worte mit: "Diese Untersuchung, die auf Ingewahrsamnahmen ohne gesetzliche Grundlage, haltlosen Vorwürfen, manipulierten Aussagen anonymer Zeugen und irrelevanten Tonaufnahmen basiert, hat keine rechtliche Grundlage."