In Gümüşhane gefasst: Neue Entwicklung im Fall des Verdächtigen, der Minguzzis Familie bedrohte

K.Y., der in den sozialen Medien die Täter des Mordes an dem 15-jährigen Mattia Ahmet Minguzzi in Kadıköy verherrlicht und die Familie bedroht hatte, wurde nach seiner Festnahme in Gümüşhane nach Istanbul überstellt.

AA

Nach dem tödlichen Messerangriff auf den 15-jährigen Mattia Ahmet Minguzzi im Istanbuler Stadtteil Kadıköy wurde eine Person, die die Täter in den sozialen Medien verherrlicht und Drohungen gegen die Familie ausgesprochen hatte, in Gümüşhane gefasst. Der Verdächtige K.Y. wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Gericht überstellt.

Im Rahmen der digitalen Ermittlungen nach dem Mord wurde festgestellt, dass sich K.Y., der über soziale Medien die mutmaßlichen Täter verherrlicht und die Familie Minguzzi ins Visier genommen hatte, in Gümüşhane versteckte. K.Y. wurde festgenommen, nach Istanbul gebracht und nach seiner Vernehmung bei der Polizei an das Justizgebäude Bakırköy überstellt.

WAS WAR PASSIERT?

Am 24. Januar kam es aus noch ungeklärter Ursache zu einem Streit zwischen dem 15-jährigen Mattia Ahmet Minguzzi, der mit Freunden unterwegs war, um Skateboard-Zubehör in einem Markt in Kadıköy-Hasanpaşa zu kaufen, und den Personen B.B. sowie U.B. Während des Streits stach B.B. auf Minguzzi ein; der am Boden liegende Jugendliche wurde zudem von U.B. getreten.

Der schwer verletzte Minguzzi wurde von den alarmierten Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Die beiden nach der Tat geflüchteten Verdächtigen wurden kurz darauf gefasst und inhaftiert. Minguzzi verstarb trotz aller medizinischen Bemühungen am 9. Februar. Der Prozess gegen die Täter dauert derzeit noch an.

Unterdessen wurden fünf weitere Personen identifiziert und festgenommen, die nach dem Mord provokante Inhalte in den sozialen Medien geteilt hatten; auch diese Personen wurden vom zuständigen Gericht in Untersuchungshaft genommen.