Industrieller Asım Kibar verstorben

Asım Kibar, Gründer und Ehrenvorsitzender der Kibar Holding und eine der führenden Persönlichkeiten der türkischen Industrie, ist nach einer längeren medizinischen Behandlung verstorben.

İHA

Asım Kibar, Gründer und Ehrenvorsitzender der Kibar Holding und eine der führenden Persönlichkeiten der türkischen Industrie, ist verstorben. Die Beisetzung des erfahrenen Geschäftsmannes findet am Sonntag, den 8. Juni, nach dem Nachmittagsgebet in der Barbaros-Hayrettin-Paşa-Moschee statt; anschließend wird er auf dem Familienfriedhof im Stadtteil Zincirlikuyu beigesetzt.

Asım Kibar, der eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der Industrie spielte, realisierte mit der von ihm gegründeten Kibar Holding wegweisende Investitionen in zahlreichen Sektoren wie Aluminium, Automobil, Lebensmittel, Immobilien und Energie. Neben seinem industriellen Engagement setzte er zahlreiche Projekte im Bereich der sozialen Verantwortung um, die das Leben vieler Menschen in den Bereichen Gesundheit und Bildung berührten. Kibar, der in der Geschäftswelt großen Wert auf Werte wie Vertrauen, Ehrlichkeit, Fleiß und Innovation legte, war als Führungspersönlichkeit bekannt, die regelmäßig den Austausch mit ihren Mitarbeitern suchte, um ihre Erfahrungen weiterzugeben. Asım Kibar, der auch die Autobiografie „Güven En Değerli Servet“ (Vertrauen ist das wertvollste Vermögen) verfasste, blickte auf ein 92-jähriges Leben voller Erfolge zurück.

WER IST ASIM KİBAR?

Asım Kibar wurde 1933 in Kayseri geboren und begann seine berufliche Laufbahn 1951 im Textilhandel. Zwischen 1964 und 1970 war er in der Orta Anadolu Mensucat Fabrikası nacheinander als Vorstandsmitglied, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender tätig.

Nachdem er 1970 in den Eisenhandel eingestiegen war und sein Familienunternehmen in Istanbul gegründet hatte, fungierte Asım Kibar als Gründer und Vorstandsvorsitzender der Kibar Holding, die heute insgesamt 24 Unternehmen umfasst. Er wurde mehrfach ausgezeichnet: 1997 als „Geschäftsmann des Jahres“ vom Siyaset Dergisi, 1998 vom Milli Prodüktivite Merkezi, 1998 mit dem „Sonderpreis“ der Industrie- und Handelskammer Kayseri und 1999 als „Geschäftsmann des Jahres“ vom Magazin Nokta. Im Jahr 2002 erhielt er den italienischen Verdienstorden „Commendatore“, und 2016 wurde ihm der „Ehrenpreis der türkischen Geschäftswelt“ von den Magazinen Capital und Ekonomist verliehen. Kibar war zudem Gründungsmitglied der Stiftung Toplum Gönüllüleri Vakfı.

Asım Kibar war seit 2014 als Gründer und Ehrenvorsitzender der Kibar Holding weiterhin aktiv in der Kibar-Gruppe tätig.