Innenministerium gibt bekannt: CHP-Bürgermeister seines Amtes enthoben

Das Innenministerium hat bekannt gegeben, dass der Bürgermeister von Adana-Yüreğir, Ali Demirçalı (CHP), nach einer rechtskräftigen Verurteilung zu 5 Jahren, 3 Monaten und 10 Tagen Haft wegen „Bestechung“ vorläufig seines Amtes enthoben wurde.

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Das Innenministerium hat mitgeteilt, dass der CHP-Bürgermeister von Adana-Yüreğir, Ali Demirçalı, der wegen „Bestechung“ zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, vorläufig seines Amtes enthoben wurde.

In einer schriftlichen Erklärung des Innenministeriums heißt es:

„Nach Abschluss der Ermittlungen gegen den Bürgermeister von Yüreğir, Demirçalı, wegen des Vorwurfs der ‚Bestechung‘ und der darauf folgenden Verurteilung zu einer Haftstrafe von 5 Jahren, 3 Monaten und 10 Tagen durch das 10. Schwurgericht von Adana mit Beschluss vom 3. April 2026 (Aktenzeichen E:2024/17), wurde er gemäß Artikel 127 der Verfassung sowie Artikel 47 des Gemeindegesetzes Nr. 5393 als vorläufige Maßnahme durch das Innenministerium seines Amtes enthoben.“

Das Urteil in dem Verfahren, in dem Ali Demirçalı vorgeworfen wurde, im Zusammenhang mit Baugenehmigungen und Abnahmen für sein eigenes Bauunternehmen „Bestechung geleistet“ zu haben, wurde am 3. April 2026 verkündet. Das 10. Schwurgericht von Adana verhängte gegen Demirçalı eine Haftstrafe von 5 Jahren, 3 Monaten und 10 Tagen sowie ein Ausreiseverbot.

STELLUNGNAHME SEINES ANWALTS

Nach der Entscheidung bezeichnete Demirçalı’s Anwalt Vedat Özkan gegenüber der Nachrichtenagentur ANKA das Urteil als „ungerecht und rechtswidrig“. Özkan erklärte, das Gericht habe das Verfahren aufgrund seines Amtes als Bürgermeister beschleunigt und auf diese Weise das Strafmaß festgesetzt.

REAKTION VON DEMİRÇALI

Bürgermeister Ali Demirçalı reagierte wie folgt auf die Entscheidung:

„Diese Entscheidung ist absolut nicht fair und auch nicht rechtmäßig“, sagte er. Demirçalı erklärte, dass alle Anträge seiner Anwälte vom Gericht abgelehnt worden seien, und fügte hinzu: „Obwohl ich zahlreiche Dokumente und Informationen vorliegen hatte, wollte man das Verfahren beschleunigen und auf irgendeine Weise eine Strafe verhängen, und genau das wurde getan. Bestechung wird nicht allein durch die Aussage eines Denunzianten begangen, der sagt: ‚Ich habe es gehört, es sollte untersucht werden‘. Ich bin seit 40 Jahren in der Baubranche tätig. Kein Bauunternehmer… Zudem liegen Wahlen dazwischen. Man zahlt keine Bestechungsgelder für eine Arbeit, die 3 Jahre und 10 Monate zurückliegt. So etwas kann nicht sein. Wofür? Man hat behauptet: ‚Er hat dieses Bestechungsgeld gezahlt, um die Baugenehmigung zu erhalten‘.“