Innenministerium leitet Ermittlungen gegen ehemaligen AKP-Bürgermeister ein
Das Innenministerium hat ein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen AKP-Bürgermeister Mustafa Sayım Tandoğan eingeleitet, weil dieser den Bau eines nicht genehmigten Gebäudes auf der Halbinsel Yason Burnu im Bezirk Perşembe in Ordu zugelassen haben soll.
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Auf der Halbinsel Yason Burnu im Bezirk Perşembe in Ordu, die als archäologische und natürliche Stätte 1. Grades unter Schutz steht, wurde vom Innenministerium ein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Bürgermeister Mustafa Sayım Tandoğan eingeleitet, weil dieser den Bau eines nicht genehmigten Cafés zugelassen haben soll.
Es wurde festgestellt, dass Tandoğan während seiner Amtszeit als Bürgermeister zwischen 2019 und 2024 eine Betriebsgenehmigung für das Gebäude erteilt hatte, das entgegen dem Küstenschutzgesetz errichtet wurde.
WIDERSPRUCH BEI DEN GENEHMIGUNGSDATEN
Nach Informationen von BirGün wurde festgestellt, dass die Genehmigung bereits einen Monat vor dem Beschluss des Gemeinderats von Perşembe, der am 13. Juli 2021 gefasst wurde, nämlich am 18. Juni 2021, ausgestellt worden war. Aufgrund dieses Widerspruchs forderte die Kontrollbehörde des Innenministeriums eine Stellungnahme von Tandoğan an. Im Rahmen der Ermittlungen werden die Details des Baus und die Prozesse der Genehmigungserteilung untersucht.
VERTEIDIGUNG DES EHEMALIGEN BÜRGERMEISTERS UND VORWÜRFE
Mustafa Sayım Tandoğan räumte zunächst ein, in dem Prozess einen Fehler gemacht zu haben. Er argumentierte jedoch, dass er später einen Abrissbeschluss gefasst und die Genehmigung annulliert habe.
Tandoğan gab zudem an, dass der Abriss nicht erfolgt sei, während man auf eine gerichtliche Entscheidung gewartet habe. Darüber hinaus behauptete Tandoğan, dass der neue Bürgermeister Cihat Albayrak die Gewerbe- und Betriebserlaubnis erteilt habe; diese Aussage wurde von Albayrak jedoch dementiert. Albayrak erklärte, dass die Genehmigungen vor seinem Amtsantritt erteilt worden seien.