Iran: „Wir haben als Vergeltung Industrieanlagen in Haifa angegriffen“
Nachdem Israel Energie- und Verteidigungsziele im Iran angegriffen hatte, gab der Iran bekannt, Anlagen in Haifa getroffen zu haben, und machte die USA für die Folgen verantwortlich.
12punto
Während die diplomatischen Verhandlungen über eine Einigung zwischen den USA und dem Iran andauern, hat sich die Spannung im Nahen Osten erneut verschärft. Nachdem Israel die Öl- und Luftverteidigungsinfrastruktur im Iran ins Visier genommen hatte, starteten die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) einen Vergeltungsschlag und erklärten, sie hätten Industrie- und petrochemische Anlagen in der kritischen Hafenstadt Haifa im Norden Israels mit Raketen angegriffen. In einer offiziellen Mitteilung hieß es: „Die USA werden für die wirtschaftlichen Folgen verantwortlich sein.“
Während Bemühungen um einen Waffenstillstand und Hinterzimmerdiplomatie im Nahen Osten laufen, hat die Krise durch den Einsatz von Raketen vor Ort eine neue Phase erreicht. Nachdem die israelische Armee die strategische petrochemische Anlage und Luftverteidigungsbatterien in der Stadt Mahschahr in der südwestiranischen Provinz Chuzestan angegriffen hatte, folgte aus Teheran prompt die Vergeltungsmaßnahme.
„WASHINGTON IST FÜR DIE FOLGEN DIESES GEFÄHRLICHEN SPIELS VERANTWORTLICH“
In einer offiziellen Erklärung der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) wurde der Raketenangriff auf den Industriekomplex in der Bucht von Haifa bestätigt, wobei folgende Aussagen gemacht wurden:
„Die Angriffe des Feindes (Israel) auf unsere petrochemischen Anlagen in Mahschahr wurden mit gleicher Stärke erwidert, und ähnliche Industrieinfrastrukturen sowie Fabriken in Haifa wurden mit Raketen ins Visier genommen. Dass Israel zivile Gebiete und unsere Ölindustrie angreift, hat ein äußerst gefährliches Spiel begonnen, das alle globalen Energiezentren in der Region tiefgreifend beeinflussen könnte. Die USA werden für die globalen wirtschaftlichen Folgen und die Verwerfungen an den Märkten, die durch diese rücksichtslose Aggression entstehen, voll verantwortlich sein.“
ÖLRAFFINERIE UND KRAFTSTOFFTANKS IN HAIFA GETROFFEN
Nach Informationen aus israelischen Medien und lokalen Quellen wurde infolge der gemeinsamen Raketenangriffe aus dem Iran und dem Libanon der riesige Ölraffineriekomplex in der Bucht von Haifa getroffen.
Nach dem Angriff wurde berichtet, dass in einem Industriegebäude innerhalb des Raffineriekomplexes ein Feuer ausgebrochen sei und ein großer Kraftstofftank beschädigt wurde. Zahlreiche Feuerwehr- und Rettungsteams wurden in die Region entsandt.
Während der israelische Fernsehsender Kanal 13 meldete, dass petrochemische Fabriken getroffen wurden, wird berichtet, dass die israelischen Behörden eine strenge militärische Zensur hinsichtlich des Ausmaßes der Schäden verhängt haben, um die Energiesicherheit und die öffentliche Meinung im Inland zu schützen, und einen Teil der Explosionen als „Splitter von Abfangraketen“ bezeichneten.
DROHUNG VON DONALD TRUMP: „SIE WERDEN DIE ANTWORT BALD SEHEN“
Während nach der Raketenantwort des Iran im gesamten israelischen Staatsgebiet, insbesondere in Tel Aviv, die Sirenen heulten, ließ auch die Reaktion auf internationaler Ebene nicht lange auf sich warten. US-Präsident Donald Trump äußerte sich in einer ersten Stellungnahme zu diesem strategischen Schritt des Iran gegen die Industrieanlagen in Haifa in scharfem Ton. Trump drohte der Führung in Teheran offen mit den Worten: „Sie werden die Antwort auf den Angriff des Iran in Haifa sehr bald sehen.“
Experten werten den Umstand, dass beide Länder nun direkt die Energie- und Petrochemie-Infrastruktur des jeweils anderen angreifen, als den deutlichsten Beweis dafür, dass sich der regionale Krieg zu einer „wirtschaftlichen Kriegsfront“ entwickelt hat, die die globalen Ölpreise und die Versorgungssicherheit erschüttern wird.