IS-Zelle in Beylikdüzü aufgedeckt: Anschlag auf die Santa-Maria-Kirche wurde in illegaler Koranschule geplant
Ein schockierendes Detail zum Anschlag auf die Santa-Maria-Kirche, das die türkische Öffentlichkeit lange beschäftigte, ist ans Licht gekommen. Es wurde bekannt, dass die Angreifer in einer illegalen Koranschule untergebracht waren, die vom IS in Beylikdüzü eingerichtet worden war.
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Der Journalist İsmail Saymaz enthüllte Details über die illegale Koranschule und das Gebetshaus, in denen sich die Angreifer der Santa-Maria-Kirche aufgehalten hatten. In der Sendung ROTA auf Halk TV berichtete Saymaz live über die Hintergründe der vom IS in Beylikdüzü betriebenen illegalen Einrichtung.
İsmail Saymaz äußerte sich in der Live-Sendung wie folgt:
"Es handelt sich um ein dreistöckiges Haus in Gürpınar, Beylikdüzü. Die Besonderheit ist folgende: Es ist die illegale Koranschule, in der sich die beiden IS-Mitglieder aufhielten, die im Februar 2024 die italienische Santa-Maria-Kirche in Istanbul-Sarıyer stürmten, Tuncer Cihan töteten und das Feuer auf die Kirche eröffneten. Dieser Ort wird hauptsächlich von Tadschiken, Usbeken, Kasachen und Tataren betrieben. Es ist eine salafistische Gebetsstätte. Sie wurde von IS-Sympathisanten gegründet. Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, wann sie gegründet wurde. Die Anklageschrift zum Fall Santa Maria erwähnt dieses Gebetshaus und die Koranschule, macht aber keine Angaben zum Gründungsdatum."
"SIE REISTEN LEGAL IN DAS LAND EIN"
"Es gibt zwei Personen, die den Anschlag verübt haben: Amirjon Kholikov und David Tanduev, beide tatarischer Abstammung. Sie reisten legal in die Türkei ein. Sie hatten eine Aufenthaltserlaubnis und einen Wohnsitz. Nach ihrer Ankunft hielten sie sich in dieser Koranschule auf. In einer mir vorliegenden Aussage finden sich folgende Informationen."
"Er ging nach Kasachstan, um dort zu arbeiten, und verspürte den Wunsch, den Koran zu lernen. Um den Koran zu studieren, kam er von Kasachstan nach Beylikdüzü. Man sagte ihm: 'Den Koran lernst du am besten im Iran'. Er wurde in Van gefasst. Von dort kam er nach Kırklareli. Dort traf er auf einen IS-Anhänger mit dem Codenamen Abdurrahman. Dieser schickte ihn in das Haus in Beylikdüzü. Später kam dieselbe Person in dieses Haus und sah dort Amirjon Kholikov, der den Codenamen Hamza trug. Er sagte: 'Er hat wie ich eine religiöse Ausbildung erhalten und geholfen'. In dieser Koranschule befinden sich 20 Kinder. Auch sie halten sich dort illegal auf. Sie erhalten Koranunterricht und wohnen dort als Internatsschüler. Unter ihnen sind auch Erwachsene. Unter den Erwachsenen befinden sich auch IS-Attentäter, die Bombenanschläge verüben."
DETAIL ZUM PIRATENTAXI
"Sie wohnten nicht nur in der Koranschule, sondern betrieben auch ein illegales Taxi mit einem Fahrzeug, das der IS aus Bulgarien eingeschleust hatte. Dasselbe Fahrzeug nutzten sie, um zum Anschlag auf die Santa-Maria-Kirche zu fahren. Sie verübten den Anschlag auf die Kirche. Sie flohen mit demselben Fahrzeug und wurden später in Başakşehir gefasst."
FESTGENOMMEN UND WIEDER FREIGELASSEN
"Das Seltsame ist: Diese Aussage wurde im Juli 2023 aufgenommen. Das heißt, sieben Monate vor dem Anschlag auf die Santa-Maria-Kirche. Unter denjenigen, die zusammen mit diesem Mann festgenommen und wieder freigelassen wurden, befand sich auch einer der späteren Angreifer. Das bedeutet, dass unsere Sicherheitsbehörden und die Staatsanwaltschaft die Verdächtigen leider identifiziert hatten. Sie hatten die illegale IS-Koranschule identifiziert. Sie nahmen sie fest, ließen sie wieder frei, und sieben Monate später stürmten sie mit einem Fahrzeug mit polnischem Kennzeichen die Kirche und verübten ein Massaker. Nach dem Anschlag ist diese Koranschule weiterhin in Betrieb."