Behauptung von İsmail Saymaz: Zwangsverwaltung könnte sich von Provinz zu Provinz ausbreiten
Der Sözcü-Kolumnist İsmail Saymaz merkte in seinem Artikel mit dem Titel „Normalisierung für DEM-Mitglieder verboten“ an, dass die Praxis der Zwangsverwaltung je nach politischer Atmosphäre von Provinz zu Provinz ausgeweitet werden könnte.
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Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Hakkari, Mehmet Sıddık Akış, der bei den Kommunalwahlen am 31. März mit einem Stimmenanteil von 48,92 Prozent für die DEM-Partei gewonnen hatte, wurde festgenommen. An seine Stelle wurde der Gouverneur von Hakkari, Ali Çelik, berufen.
Das Innenministerium begründete die Absetzung mit einem gegen Akış laufenden Gerichtsverfahren sowie einer laufenden Untersuchung wegen des Vorwurfs der „Mitgliedschaft in einer Terrororganisation“ und „Propaganda für eine Organisation“.
Der Sözcü-Kolumnist İsmail Saymaz bewertete die Entscheidung zur Einsetzung eines Zwangsverwalters in der Stadtverwaltung Hakkari und erklärte, dass das Normalisierungsklima zwischen dem CHP-Vorsitzenden Özgür Özel und dem AKP-Vorsitzenden sowie Präsidenten Tayyip Erdoğan ein Ende gefunden habe.
Saymaz schrieb in seinem Artikel mit dem Titel „Normalisierung für DEM-Mitglieder verboten“: „Zumindest aus der Sicht der DEM-Parteimitglieder stellt sich die Lage so dar... Denn noch bevor Erdoğan den Gegenbesuch bei der CHP antreten konnte, rückte die Polizei in der Stadtverwaltung ein. In der Woche, in der der Galatasaray-Platz für die ‚Samstagsmütter‘ geöffnet wurde, wird in Hakkari ein Zwangsverwalter eingesetzt. Das KCK-Verfahren, in dem Akış seit 10 Jahren angeklagt ist und das kein rechtliches Hindernis für seine Wahl darstellte, wird nun als Begründung für die Einsetzung eines Zwangsverwalters herangezogen. Zudem geschieht all dies, indem das Verfahren plötzlich beschleunigt und zwischen den Verhandlungsterminen ein Plädoyer vorbereitet wird. Es sieht so aus, als ob auf Hakkari noch weitere folgen werden.“
Saymaz merkte an, dass die Praxis der Zwangsverwaltung je nach politischer Atmosphäre von Provinz zu Provinz ausgeweitet werden könnte, und äußerte: „Wir stehen nun vor der dritten Welle der Zwangsverwaltung. Die Politik der Zwangsverwaltung nach den Kommunalwahlen 2014 und 2019 hat die DEM nicht zurückgedrängt. Im Gegenteil: Die DEM-Anhänger, die sich in ihrem Willen missachtet fühlten, haben sowohl ihre beschlagnahmten Stadtverwaltungen zurückerobert als auch im Westen dazu beigetragen, dass die AK-Partei verlor. 2029 wird es nicht anders sein.“