Israel nahm Hamas-Führung ins Visier

In der katarischen Hauptstadt Doha wurde ein israelisches Attentat auf hochrangige Hamas-Funktionäre verübt. Berichten zufolge ereigneten sich die Explosionen während eines Treffens der Verhandlungsdelegation; Ziel war der Leiter des politischen Büros der Hamas.

12punto

In der katarischen Hauptstadt Doha waren gestern Abend nacheinander Explosionsgeräusche zu hören. Augenzeugen berichteten gegenüber Reuters, dass Rauch aus der Region Katara aufstieg. Die Ursache der Explosionen wurde kurz darauf bekannt.

ISRAEL BEKENNT SICH ZU DEM ANGRIFF

Wie Axios berichtet, bestätigte ein hochrangiger israelischer Beamter, dass es sich bei den Explosionen in Doha um einen Attentatsversuch auf Hamas-Führungskräfte handelte. Auch das israelische Armeeradio bekannte sich in einer Stellungnahme zu dem Angriff und erklärte: „Israel hat die Hamas-Führung in Katar ins Visier genommen.“ Der genaue Ort des Angriffs wurde jedoch nicht öffentlich gemacht.

VERHANDLUNGSDELEGATION WAR IN SITZUNG

Der katarische Fernsehsender Al Jazeera berichtete unter Berufung auf Hamas-Quellen, dass der Angriff während eines Treffens der Hamas-Verhandlungsdelegation stattfand, die die Waffenstillstandsgespräche führt. Es wurde bekannt, dass die Delegation gerade den Waffenstillstandsvorschlag für Gaza diskutierte, der von US-Präsident Donald Trump übermittelt worden war.

ZIEL WAR DER LEITER DES POLITISCHEN BÜROS DER HAMAS

Die israelische Presse berichtete, dass der Angriff dem Leiter des politischen Büros der Hamas, Khalil al-Hayya, galt. Es wurden jedoch keine offiziellen Informationen darüber veröffentlicht, ob al-Hayya den Angriff überlebt hat.

HAMAS: „TRUMPS VORSCHLAG WAR EINE FALLE“

Nach dem Angriff gab die Hamas eine scharfe Erklärung ab. Die Organisation bezeichnete Trumps Waffenstillstandsvorschlag als „Todesfalle“ und behauptete, es handele sich um einen Plan, um die Verhandlungsdelegation an einem einzigen Ort zu versammeln.