Israelischer Minister Ben-Gvir nimmt Star aus „Eşref Rüya“ ins Visier

Die Reaktion von Görkem Sevindik, der durch seine Darstellung in der Serie „Eşref Rüya“ auf sich aufmerksam machte, auf die geplante Einführung der Todesstrafe für palästinensische Häftlinge hat eine internationale Debatte ausgelöst. Der israelische Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, nahm den Schauspieler in einem veröffentlichten Video ins Visier.

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Görkem Sevindik, der durch seine Rolle als Kadir in der Fernsehserie „Eşref Rüya“ bekannt wurde, äußerte sich über soziale Medien kritisch zu dem in der Knesset debattierten Gesetzesentwurf zur Einführung der Todesstrafe für palästinensische Häftlinge.

Der Beitrag des Schauspielers erreichte in kurzer Zeit ein breites Publikum und fand international Beachtung.

AUFRUF: „BITTE SCHWEIGT NICHT“

In seinem Beitrag appellierte Sevindik an die Öffentlichkeit, angesichts der Todesurteile gegen palästinensische Häftlinge nicht zu schweigen. Der Schauspieler betonte die Bedeutung der Menschenrechte und wies auf die Wichtigkeit gesellschaftlicher Reaktionen auf die aktuellen Entwicklungen hin.

ISRAELISCHER MINISTER NIMMT SCHAUSPIELER INS VISIER

Sevindiks Äußerungen sorgten auch in Israel für Aufsehen, woraufhin Itamar Ben-Gvir ein Video veröffentlichte, in dem er auf den Schauspieler reagierte.

Ben-Gvir nahm in seinem Beitrag Bezug auf Sevindiks Seriencharakter und erklärte: „Kadir aus Eşref Rüya. Du wirst niemals Kadir Baba sein. Wir leben in Israel. Du spielst in einer türkischen Serie. Die Todesstrafe für Terroristen ist nun gültig.“

DEBATTE IN SOZIALEN MEDIEN ESKALIERT

Nach diesen Entwicklungen löste das Thema in den sozialen Medien ein großes Echo aus. Während einige Nutzer, die die israelische Politik unterstützen, zum Boykott gegen Sevindik aufriefen, teilten zahlreiche Nutzer aus der Türkei Unterstützungsbekundungen für den Schauspieler.

„ICH HABE ALS MENSCH MIT GEWISSEN REAGIERT“

Aufgrund der Reaktionen äußerte sich Sevindik erneut und erklärte, dass er durch ein Video, das er in den sozialen Medien gesehen hatte, zu seinem Beitrag bewegt wurde. Der Schauspieler, der betonte, dass er als Vater Empathie empfunden habe, erläuterte den Grund für seine Reaktion mit folgenden Worten:

„Beim Durchstöbern der sozialen Medien stieß ich auf ein Video. Ich sah Menschen, die zum Tode verurteilt worden waren und in einen Bus gebracht wurden. Ich sah, wie sie ein letztes Mal ihre Kinder ansahen und sie umarmten. Als Mensch mit Gewissen und als Vater habe ich mich in sie hineinversetzt. Als jemand mit Gewissen lehne ich eine solche Grausamkeit ab. Ich wollte auf meine Weise ein Zeichen setzen.“