Ist die Untersuchung gegen IBB und ABB ein Vorbote für Erdoğans erneute Kandidatur? 'Er will wieder Zugriff auf die Ressourcen'

Während die gegen die Stadtverwaltungen von Istanbul (İBB) und Ankara (ABB) eingeleiteten Konzertuntersuchungen in der Öffentlichkeit für Empörung sorgen, kommentierte der Journalist und Autor Murat Yetkin, dass dieser Schritt dazu dienen könnte, dem Präsidenten und AKP-Vorsitzenden Recep Tayyip Erdoğan den Weg für eine erneute Kandidatur zu ebnen.

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Der Journalist und Autor Murat Yetkin kommentierte die gegen die İBB und ABB eingeleiteten Konzertuntersuchungen mit den Worten: "Die aufeinanderfolgenden Untersuchungen gegen İmamoğlu und Yavaş verfolgen auch das Ziel, Erdoğan im Falle einer erneuten Kandidatur die Arbeit zu erleichtern."

IST DAS ZIEL EINE ERNEUTE KANDIDATUR?

Yetkin suchte nach einer Antwort auf die Frage: "Wird Erdoğan der Weg für eine erneute Kandidatur geebnet, indem er versucht, seine Konkurrenten durch zermürbende Untersuchungen auszuschalten?" 

"Einerseits die Untersuchungen, andererseits der Druck durch das Arbeitsministerium – das zielt sowohl darauf ab, Yavaş zu diskreditieren, als auch die ABB unter die Drohung einer Zwangsverwaltung zu stellen", so Yetkin, der weiter ausführte:

"Der Übergang der Großstadtverwaltungen, allen voran Istanbul und Ankara, von der AK-Partei zur CHP hat dazu geführt, dass die Ressourcen, die die AK-Partei über die Kommunen an ihre Wählerbasis – einschließlich religiöser Gemeinschaften und Sekten – verteilte, versiegt sind. Es scheint, als wolle die Volksallianz (Cumhur İttifakı) noch vor den Wahlen wieder Zugriff auf diese Ressourcen erlangen.

Dieser Aspekt steckt ebenfalls hinter dem politischen Schachzug, finanzielle Untersuchungen gegen die CHP-geführten Kommunen einzuleiten."