Aufruf zur „Lehre“ von ITO-Präsident Avdagiç: Mehr Kinder sollten dorthin gelenkt werden

Der Präsident der Handelskammer Istanbul (ITO), Şekib Avdagiç, erklärte, dass so viele Kinder wie möglich an Berufsbildungszentren (MESEM) verwiesen werden sollten.

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Der Präsident der Handelskammer Istanbul (ITO), Şekib Avdagiç, sagte: „Wir bilden in Berufsschulen 6 Kinder aus, doch nur eines dieser 6 Kinder übt seinen Beruf auch tatsächlich aus. Wenn die von uns ausgebildeten jungen Menschen den Beruf, für den sie gelernt haben, nicht ausüben, müssen wir unser System überdenken.“

Avdagiç wies in seiner Erklärung zu diesem Thema auf die Bedeutung der Berufsbildungszentren (MESEM) für die Beschäftigung hin.

Şekib Avdagiç betonte, dass so viele junge Menschen wie möglich in das MESEM-System gelenkt werden sollten, da dies negative Prozesse wie „mangelnde Identifikation mit der Schule“ oder „Klassenwiederholungen“, die in akademischen Prozessen auftreten, verringern würde.

EIN TAG SCHULE, VIER TAGE ARBEIT

Avdagiç, der dafür plädiert, das Bildungssystem der Zukunft nach den Bedürfnissen der Geschäftswelt auszurichten – zuerst MESEM, dann Berufsschulen und erst danach klassische Gymnasien –, erklärte, dass es wichtige Bemühungen gebe, das Konzept der Berufsschulen an die Erwartungen der jungen Menschen und des Marktes anzupassen, und dass diese beschleunigt werden müssten.

ITO-Präsident Avdagiç betonte die Rolle der MESEMs, die es Kindern ermöglichen, zum alten Prozess von Lehrling, Geselle und Meister zurückzukehren, indem sie einen Tag pro Woche zur Schule gehen und vier Tage in Betrieben arbeiten, anstatt eine konventionelle Schulausbildung zu durchlaufen.

'TAGESSATZ AUF 850 TL ERHÖHT'

Avdagiç sagte: „Das MESEM-System entspricht den Erwartungen der Geschäftswelt und kann mit einigen kleinen Anpassungen noch effizienter gestaltet werden. In Europa arbeiten 50-55 Prozent der Absolventen von Berufsschulen in dem Bereich, den sie gelernt haben; in der Türkei liegt diese Quote bei einem niedrigen Wert von 16 Prozent. Wir bilden in Berufsschulen 6 Kinder aus, doch nur eines dieser 6 Kinder übt seinen Beruf auch tatsächlich aus. Wenn die von uns ausgebildeten jungen Menschen den Beruf, für den sie gelernt haben, nicht ausüben, müssen wir unser System überdenken.“

Avdagiç erklärte, dass man einerseits mehr junge Menschen in den MESEM-Prozess lenken müsse, während die Jugendlichen gleichzeitig zu Fachkräften heranwachsen sollten, die der Markt benötigt, um im Leben Fuß zu fassen. Er erinnerte daran, dass die Regierung wichtige Anreize für die Berufsbildung geschaffen habe.

Avdagiç gab bekannt: „Der tägliche Betrag des Taschengeldes, das an Absolventen der beruflichen und technischen Bildung gezahlt wird, die am betrieblichen Ausbildungsprogramm in ihrem erlernten Bereich teilnehmen, wurde von 654 Lira auf 850 Lira erhöht.“

'DER GRÖSSTE STATUS IST DAS EIGENTLICHE BESITZEN EINES BERUFS'

Şekib Avdagiç betonte, dass es eine Struktur gebe, in der kompetente Menschen mit beruflicher Bildung ein gutes Einkommen erzielen könnten, und sagte, dass Universität und Berufsbildung keine konkurrierenden Alternativen sein sollten.

Avdagiç sagte: „Ich war bei einem Treffen in Schweden mit einem Professor zusammen. Wir kamen auf das Thema Familien zu sprechen. Er sagte: ‚Mein Sohn ist ein sehr guter Steinmetz.‘ Ein Universitätsprofessor erzählt, wie gut sein Sohn als Steinmetz ist. Wir müssen diesen Komplex ablegen. Der größte Status ist das eigentliche Besitzen eines Berufs. Es kann keine Rangfolge von Status und Prestige innerhalb der Berufe geben. Das müssen wir unseren jungen Menschen beibringen und dieses Bewusstsein schaffen. Wenn unser Kind eine höhere Bildung anstrebt, stehen ihm ohnehin alle Türen offen, es gibt über 200 Universitäten. Universität und Berufsbildung sollten keine Strukturen sein, die sich gegenseitig bei der Ausbildung von kompetentem Personal schaden.“