Rücktrittswelle bei der İYİ Parti in Bursa: Ein Austritt nach dem anderen in den Bezirken

Der Prozess der Rücktritte und Entlassungen innerhalb der İYİ-Parti-Organisation in Bursa hat die parteiinternen Debatten weiter verschärft. Nachdem die Bezirksvorsitzenden von Osmangazi und Mudanya ihres Amtes enthoben wurden, gaben auch die Bezirksvorsitzenden und Vorstände in Nilüfer sowie in Mustafakemalpaşa, Orhaneli und Büyükorhan ihren Rücktritt bekannt.

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Der Bezirksvorsitzende von Nilüfer, Osman Çalışkan, argumentierte, dass der laufende Prozess einen offenen Eingriff in den Willen der Parteiorganisation darstelle. Çalışkan erklärte, man lehne die Entlassung der Bezirksvorsitzenden ab und wies darauf hin, dass es an der Parteibasis schon seit Längerem Unmut gebe.

Çalışkan ging auch auf die Diskussionen während des Prozesses der Provinzverwaltung ein und behauptete, dass gegen einige Organisationen Druck und Mobbing ausgeübt worden seien.

"Wir glauben, dass das, was unter dem Vorwand der mangelnden Harmonie geschieht, in Wirklichkeit der Versuch ist, diejenigen zu liquidieren, die nicht gehorchen", sagte Çalışkan und fügte hinzu, dass die Entlassungen der parteiinternen Demokratie schadeten.

"Wer durch Wahlen kommt, muss durch Wahlen gehen"

Çalışkan, der die Entlassungsentscheidungen als unbegründet bezeichnete, sagte: "Wer durch Wahlen ins Amt gekommen ist, muss auch durch Wahlen wieder gehen. Wir sehen, dass man sich von diesem Verständnis entfernt hat." Er betonte, dass der Prozess zu einem Vertrauensverlust in den Organisationen geführt habe und kein gesundes Arbeitsumfeld mehr bestehe.

Behauptung: "Tritt nicht bei einer Wahl an, die du verlieren wirst"

Auch der Bezirksvorsitzende der İYİ Parti in Osmangazi, Hüseyin Bozkurt Kaplan, äußerte sich bemerkenswert. Kaplan behauptete, sein Stellvertreter habe ihm vor dem Wahlprozess gesagt: "Tritt nicht bei einer Wahl an, die du verlieren wirst." Kaplan erklärte, dass dieser Ansatz nicht mit der parteiinternen Demokratie vereinbar sei, und reagierte auf den Prozess mit den Worten: "Einem Organisationsvorsitzenden zu sagen, er solle nicht kandidieren, bedeutet zu erklären, dass man sich ihm entgegenstellt." Kaplan argumentierte, dass die Vorfälle nicht persönlicher Natur seien, sondern sich gegen den Willen der Organisation richteten.

Behauptung: "Wir wurden unter Druck entlassen"

Der Bezirksvorsitzende der İYİ Parti in Mudanya, Ersin Erdönmez, erhob schwere Vorwürfe bezüglich des Entlassungsprozesses. Erdönmez gab an, dass ihm bei den Gesprächen in Ankara "mangelnde Harmonie" als Grund genannt wurde, behauptete jedoch, dass diese Entscheidung auf seinen politischen Präferenzen beruhe.

Erdönmez behauptete, dass einige Funktionäre Druck auf Bezirksvorsitzende ausübten, die ihre eigenen Kandidaten nicht unterstützten, und sagte: "Dies ist ein Kampf um Gerechtigkeit. Der Vorwand der mangelnden Harmonie entspricht nicht der Wahrheit."

Entscheidung zum Massenrücktritt

Nach den Entwicklungen kamen die Bezirksvorsitzenden zusammen und kündigten gemeinsam ihren Rücktritt an. Es wurde mitgeteilt, dass neben dem Bezirksvorsitzenden von Nilüfer, Osman Çalışkan, auch die Bezirksvorsitzenden von Mustafakemalpaşa, Orhaneli und Büyükorhan zurückgetreten sind.

Nach diesen Entwicklungen in den Organisationen richtet sich der Blick nun darauf, wie sich die Parteistruktur in Bursa neu formieren wird.