Japanischer Erdbebenexperte benennt Orte mit 'weichem Boden' in Istanbul

Der japanische Bauingenieur, Architekt und Erdbebenexperte Yoshinori Moriwaki erklärte, dass einige Gebiete in Istanbul bei einem möglichen Marmara-Erdbeben aufgrund des weichen Bodens stärker beschädigt werden könnten.

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Moriwaki traf sich in einem Hotel der Stadt mit Geschäftsleuten zu einem Seminar zum Thema "Bewusstsein und Sensibilisierung für Erdbeben", das von einem privaten Unternehmen organisiert wurde.

In einer Stellungnahme gegenüber Journalisten vor Ort betonte Moriwaki, dass man auf ein mögliches Erdbeben in Istanbul vorbereitet sein müsse.

Moriwaki wies darauf hin, dass Gebiete mit weichem Boden bei schweren Erdbeben stärker betroffen seien, und sagte: "Der ehemalige Atatürk-Flughafen, Ataköy, Küçükçekmece, Avcılar und Büyükçekmece haben einen sehr weichen Boden. Zuerst müssen die Gebiete mit weichem Boden saniert werden.

Fester Boden findet sich hingegen auf beiden Seiten des Bosporus. Bei festem Boden breiten sich Erdbebenwellen schnell aus und verursachen weniger Erschütterungen, doch bei weichem Boden breiten sie sich langsam aus und die Wellen schlagen stärker ein. Beim Gölcük-Erdbeben 1999 gab es in Istanbul kaum Probleme, aber in Avcılar stürzten Gebäude ein. Das liegt daran, dass der Boden dort sehr weich ist."

Moriwaki fügte hinzu, dass auch bei den Erdbeben mit Zentrum in Kahramanmaraş am 6. Februar die Schäden hauptsächlich in Gebieten mit weichem Boden aufgetreten seien.