Jeder dritte Schüler geht hungrig nach Hause
Der Leiter der Istanbuler Planungsagentur (IPA), Buğra Gökçe, machte nach Beginn des neuen Schuljahres auf die Ungleichheit im Bildungswesen aufmerksam. Die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) hat beschlossen, 2 Millionen Ernährungspakete an Grund- und Mittelschüler zu verteilen.
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Die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) hat mit Beginn des neuen Schuljahres einen wichtigen Schritt unternommen, um auf das Problem der Ungleichheit im Bildungswesen aufmerksam zu machen.
Der Leiter der zur İBB gehörenden Istanbuler Planungsagentur (IPA), Buğra Gökçe, unterstrich den weit verbreiteten Mangel an ausreichender Ernährung an Schulen. Gökçe betonte, dass dies keine Aufgabe sei, die allein von Kommunalverwaltungen bewältigt werden könne, und forderte umfassendere Lösungen.
'JEDER SCHÜLER MUSS EINE KOSTENLOSE MAHLZEIT ERHALTEN'
In seiner Erklärung sagte Gökçe: "Dieses Thema ist zu wichtig, um es allein der Initiative der Kommunalverwaltungen zu überlassen. Jeder Schüler an Schulen muss mindestens eine kostenlose und gesunde Mahlzeit erhalten." Die İBB hat beschlossen, 2 Millionen Ernährungspakete für Grund- und Mittelschüler bereitzustellen.
'JEDER DRITTE SCHÜLER FRÜHSTÜCKT NICHT'
Gökçe betonte, dass Ernährungsprobleme unter Schülern in der gesamten Türkei weit verbreitet seien, und verwies auf die alarmierenden Ergebnisse von Untersuchungen.
In der Türkei frühstückt jeder dritte Schüler nicht, bevor er zur Schule geht; 60 Prozent bleiben mindestens einen Tag pro Woche ohne Frühstück. 19,2 Prozent der Schüler hungern aufgrund von Geldmangel mindestens einen Tag pro Woche. Zudem können 2 Prozent der Kinder nach der Schule kein Abendessen zu sich nehmen, während 1,9 Prozent aus wirtschaftlichen Gründen jeden Tag hungern.