Journalisten wurde der Zutritt zum Prozess gegen Özlem Çerçioğlu verwehrt
Obwohl kein Beschluss zur Nichtöffentlichkeit vorlag, wurden Journalisten bei der jüngsten Anhörung im Prozess gegen die Oberbürgermeisterin von Aydın, Özlem Çerçioğlu, und 32 weitere Angeklagte wegen ‚Ausschreibungsbetrugs‘ und ‚Amtsmissbrauchs‘ nicht in den Gerichtssaal gelassen.
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Bei der heutigen Anhörung im Prozess gegen insgesamt 33 Angeklagte, darunter die Oberbürgermeisterin von Aydın, Özlem Çerçioğlu, kam es zu einer unerwarteten Entwicklung. Bei diesem Fall, der in der Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt wird und in dem Vorwürfe wegen ‚Ausschreibungsbetrugs‘ und ‚Amtsmissbrauchs‘ erhoben werden, wurden Pressevertreter nicht in den Gerichtssaal gelassen. Obwohl kein Beschluss zur Nichtöffentlichkeit vorlag, sorgte der Umstand, dass das Gerichtsverfahren unter Ausschluss der Presse stattfand, für Aufsehen.
In dem Verfahren, in dem 25 der Angeklagten Ausschreibungsbetrug und 8 Amtsmissbrauch vorgeworfen werden, beziehen sich die Anschuldigungen auf bestimmte Ausschreibungen, die zwischen 2013 und 2015 bei der Stadtverwaltung Aydın, dem inzwischen aufgelösten Büro des Privatsekretariats der Stadtverwaltung Aydın, der Generaldirektion ASKİ sowie der Stadtverwaltung Efeler durchgeführt wurden. Im Zuge der Ermittlungen wurden verschiedene Akten zu einem einzigen Prozess zusammengefasst.
Nach der heutigen Sitzung in dem seit etwa 10 Jahren laufenden Rechtsstreit wurde der nächste Verhandlungstermin auf den 25. Februar verschoben. Journalisten, die als Zuschauer an der Anhörung teilnehmen wollten, konnten trotz des fehlenden Beschlusses nicht in den Saal gelangen und hatten Schwierigkeiten, Informationen über die dort durchgeführten Verfahren zu erhalten.