Junger Mann berichtet von seiner illegalen Reise aus der Türkei nach Deutschland: Niemand bemerkte die gefälschten Dokumente
Ein junger Mann, der auf illegalem Weg aus der Türkei nach Deutschland gelangte, berichtete, dass Menschen, die sich wie er auf der Flucht befinden, sehr leicht Asyl beantragen können und dabei äußerst entschlossen vorgehen.
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Die politischen und wirtschaftlichen Krisen in der Türkei erhöhen insbesondere bei der jungen Generation den Wunsch, ihre Träume von einem Leben in einem anderen Land zu verwirklichen. Doch was erleben diejenigen, die aus der Türkei fliehen, tatsächlich?
Im Gespräch mit Hakan Erol von Artı49 berichtete „Ahmet“, dass ihn der Schleuser problemlos bis in den Flughafen Sabiha Gökçen gebracht habe.
„Die Wahrscheinlichkeit, in der Türkei erwischt zu werden, ist geringer“, sagte Ahmet und fügte hinzu: „Sie haben überhaupt keine Angst. Entweder sind sie sehr mutig oder ich weiß es auch nicht mehr.“
SCHLEUSER BIETEN PAKETE FÜR JEDEN BEDARF AN
„Ahmet“, der angab, eine Anzahlung von 500 Euro geleistet und insgesamt 6500 Euro für das „Alles-inklusive-Paket“ an die Schleuser gezahlt zu haben, erklärte, er habe nach seiner Ankunft in Deutschland seine Familie angerufen, damit diese den Restbetrag an die Schleuser überweise. Er erläuterte, dass das System so funktioniere und die Reise insgesamt drei Tage gedauert habe. Mit einem gefälschten Visum für die Dominikanische Republik habe er die Türkei verlassen. Der Schleuser habe ihn problemlos bis zum Flughafen Sabiha Gökçen gebracht. „Beim Verlassen Istanbuls haben sie mir geglaubt, sie waren überzeugt. Ich bin bis nach Spanien gekommen, aber natürlich nicht in die Dominikanische Republik gereist“, sagte er.
„Ahmet“ fügte hinzu, dass die Schleuser einem verschiedene Pakete anböten: „Es gibt ein Paket, das dich bis nach Frankreich bringt.“
„DIE SPANISCHE POLIZEI WANDTE GEWALT AN“
Nach seiner Landung in Spanien sei er plötzlich in eine Gruppe geraten. „Ich habe erfahren, dass aus jedem Flugzeug zwei Personen dort aussteigen. Wir waren in kurzer Zeit 30 Leute“, berichtete er. Jeder, der aus dem Flugzeug stieg, sei Türke gewesen und habe Asyl beantragen wollen. „Ahmet“ gab an, dass die spanische Polizei sie dort schlecht behandelt und Gewalt angewendet habe.
„Die Polizei brachte uns in das unterste Stockwerk des Flughafens, in einen dunklen Raum. Sie nahmen uns die Telefone ab, beschlagnahmten unsere Pässe und das gefälschte Visum für die Dominikanische Republik“, sagte er und ergänzte: „Man ist dort gezwungen, Asyl zu beantragen, sonst sperren sie einen ein. Man kann sich nicht illegal im Land bewegen. Ich war gezwungen, Asyl zu beantragen.“