Junger Taxifahrer nach Tötungsdelikt beigesetzt

Der Student und Taxifahrer Eren Peker, der in Konya nach einem Streit im Straßenverkehr erstochen wurde, ist in seiner Heimatstadt Karaman beigesetzt worden. Bei der Beerdigung, an der zahlreiche Bürger teilnahmen, äußerte sein Taxifahrer-Kollege Ömer Fırat Arık mit den Worten „Wie viele Leben müssen noch ausgelöscht werden?“ sein Entsetzen.

İHA

Eren Peker, Student im zweiten Jahr an der Fakultät für Möbeldesign der Technischen Universität Konya, wurde während seiner Arbeit als Taxifahrer nach einem Streit im Straßenverkehr erstochen. Der leblose Körper von Peker wurde nach einer Autopsie in der Rechtsmedizin von Konya an seine Angehörigen übergeben.

BEISETZUNG NACH DEM NACHMITTAGSGEBET

Pekers Leichnam wurde in einem Konvoi seiner Taxifahrer-Kollegen in seine Heimatstadt Karaman überführt, wo nach dem Nachmittagsgebet in der Ahmet-Yesevi-Moschee das Totengebet abgehalten wurde. An der Zeremonie nahmen neben Pekers Familie und Angehörigen auch zahlreiche aus Konya angereiste Taxifahrer-Kollegen sowie viele Bürger teil. Während des Gebets war zu sehen, wie schwer es Pekers Großvater Üzeyir Uysal fiel, auf den Beinen zu bleiben. Nach dem Gebet wurde Peker unter Gebeten auf dem Stadtfriedhof im Stadtteil Hamidiye beigesetzt.

„ER WAR WIE EIN ENGEL“

Ömer Fırat Arık, der mit Eren Peker am selben Taxistand arbeitete, sagte: „Ich erwarte Unterstützung vom Staat. Das haben wir gestern Abend wieder gesehen. Wir dürfen in unseren Autos keine Gegenstände wie Pfefferspray oder Stöcke zur Selbstverteidigung mitführen. Wir sollten zumindest Mittel haben, um uns schützen zu können. Unser Staat muss gegen Drogenabhängige und Alkoholiker vorgehen. Wie viele Leben müssen noch ausgelöscht werden? Vor wenigen Tagen haben wir gesehen, wie ein Taxifahrer nur knapp einer Messerstecherei entkommen ist. Heute ist unser Bruder, ein junger Mensch von 19 Jahren, verstorben. Er war ein sehr guter, engelhafter Mensch mit einem strahlenden Gesicht. Wir haben gestern Abend sogar noch miteinander gesprochen. Wir haben gescherzt, aber in der Nacht erhielten wir diese Nachricht. Es passiert alles innerhalb von 30 Sekunden. Wir wünschen uns, er würde aufstehen und zurückkommen, aber woher sollen wir ihn nehmen? Die Tatverdächtigen sind noch immer nicht gefasst. Sie sollen sie sofort finden. Er kam gerade, um sich auszuruhen; ich kannte ihn seit etwa 5-6 Monaten. Er war für mich wie ein eigener Bruder.“