Justizminister Gürlek kündigt an: Anwaltspflicht bei Grundbuchgeschäften beginnt
Justizminister Akın Gürlek gab bekannt, dass im Rahmen des 12. Justizpakets eine Anwaltspflicht für beide Parteien bei Grundbuchgeschäften über 30.000 Lira eingeführt wird.
12punto
Justizminister Akın Gürlek traf sich mit dem Präsidenten der türkischen Anwaltskammer, Erinç Sağkan, und der ihn begleitenden Delegation. Bei dem Treffen wurden Themen des Justizsystems sowie die Forderungen der Anwälte erörtert.
Gürlek erklärte in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Konto, dass sie ein produktives Gespräch mit der Delegation der Anwaltskammer geführt hätten.
Gürlek, der zum Ausdruck brachte, dass die Erwartungen der Anwälte auf die Tagesordnung gesetzt wurden, äußerte sich wie folgt:
"Als Justizministerium werden wir unsere Arbeit zur Erfüllung der Forderungen unserer Justizgemeinschaft in enger Zusammenarbeit mit der türkischen Anwaltskammer fortsetzen. Ich danke dem Herrn Präsidenten und seiner Delegation für ihren freundlichen Besuch und wünsche ihnen viel Erfolg bei ihrer Arbeit."
Nach Angaben des Ministeriums wurden bei dem Treffen auch die Regelungen erörtert, deren Umsetzung im Rahmen des 12. Justizpakets geplant ist. Gürlek wies auf die Rolle der Anwälte im Justizsystem hin und äußerte sich wie folgt:
"Wir arbeiten an speziellen Regelungen für unsere Anwälte im 12. Justizpaket. Wir wissen, dass unsere Anwälte mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, und es wird im Paket auch Arbeiten zu diesem Thema geben. Wir möchten insbesondere Regelungen treffen, die unsere Anwälte finanziell spüren können und die ihnen einen Nutzen bringen. Wir haben dieses Thema bereits mit der Öffentlichkeit geteilt. Bei Grundbuchgeschäften über 30.000 Lira wird eine Anwaltspflicht für beide Parteien eingeführt."
Gürlek erklärte, dass neue Schritte unternommen werden, um die Justizprozesse zu beschleunigen, und fügte hinzu, dass im Rahmen des 12. Justizpakets auch Regelungen zur Notarassistenz geplant seien.
Darüber hinaus betonte Gürlek die Rolle der Anwälte als wichtigen Teil der Justizgemeinschaft und erklärte, dass die Arbeiten zur Stärkung der Verteidigung fortgesetzt würden.